22.11.2006 · Die Festnetzsparte der Deutschen Telekom verliert innerhalb weniger Tage einen weiteren Topmanager. Nun geht der Technikvorstand der T-Com Roland Kittel. Ob die Umstrukturierung der Chefetage damit nun zu Ende ist, bleibt aber zweifelhaft.
Der Technikvorstand der Telekom-Festnetzsparte T-Com, Roland Kittel, verläßt den Bonner Konzern. Mit dem Weggang verliert die Tochterfirma des Bonner Unternehmens innerhalb weniger Tage einen weiteren Topmanager.
Kittel gehe auf eigenen Wunsch, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Bonn mit. Den Vorstandsbereich Technik werde mit sofortiger Wirkung Friedrich Fuß übernehmen. In der vergangenen Woche hatte Vertriebschef Achim Berg den Hut genommen und seinen Wechsel zu Microsoft bekannt gegeben.
Spekulationen über Rücktritt von Raizner
Kittel habe bei der T-Com entscheidende Weichen für die technologische Weiterentwicklung der Sparte Breitband/Festnetz gestellt, erklärte Vorstandsmitglied Walter Raizner. Sein Name sei auch mit dem Aufbau des VDSL-Netzes verknüpft.
Seit dem Amtsantritt des neuen Telekom-Chefs René Obermann vor gut einer Woche wird auch über einen möglichen Rücktritt von T-Com-Chef Raizner spekuliert.
Die Festnetzsparte der Telekom steht besonders unter Druck: Mehr als 1,5 Millionen Inhaber herkömmlicher Festnetzanschlüsse kehrten T-Com in den ersten neun Monaten den Rücken. Mit Pauschalangeboten aus Internet und Telefonie kam die Sparte im September auf den Markt - zu spät, kritisieren Experten. Raizners ursprüngliches Ziel war es zudem, Fernsehen über das neue Netz schon zur Jahresmitte anzubieten. Das Angebot startete schließlich aber erst im Oktober.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.379,21 | −1,07% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2453 | −0,29% |
| Rohöl Brent Crude | 105,92 $ | −0,87% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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