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Telekommunikation United Internet wird Telefongesellschaft

30.03.2007 ·  United Internet wird von Sommer an Telefonanschlüsse unter eigenem Namen verkaufen und könnte damit zu einem der schärfsten Konkurrenten der Deutschen Telekom auch im Telefonmarkt werden.

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Das Internetunternehmen United Internet wird von Sommer an auch Telefonanschlüsse unter eigenem Namen verkaufen. „Telefoniert wird über das Internet; einen klassischen Telefonanschluss braucht man dann nicht mehr“, sagte Ralph Dommermuth, der Vorstandsvorsitzende von United Internet, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Die Kunden können dann ihren Telekom-Telefonanschluss abbestellen und ihre Rufnummer mitnehmen. Damit könnte United Internet, das zurzeit rund 2,3 Millionen DSL-Kunden unter Vertrag hat, auch zu einem der schärfsten Konkurrenten der Deutschen Telekom im Telefonmarkt werden.

Allerdings ist noch nicht klar, mit welchem Netzbetreiber zusammengearbeitet werden soll. Dommermuth verhandelt mit dem spanischen Unternehmen Telefonica ebenso wie mit der Deutschen Telekom, die auf diese Weise wenigstens einen Teil des Umsatzverlustes im Geschäft mit den Telefonanschlüssen kompensieren möchte.

Einstieg in Spanien

United Internet hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 58 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro und das Ergebnis vor Steuern um 80 Prozent auf 182 Millionen Euro erhöht. Das Unternehmen profitierte von den Übernahmen des Portals Web.de und des Speicherplatz-Spezialisten Fasthosts. In diesem Jahr erwartet das Unternehmen nur noch Zuwächse zwischen 30 und 40 Prozent. „Das ist das ganz normale Wachstum ohne Akquisitionen“, sagte Domemrmuth.

Daneben will das Unternehmen in diesem Jahr sein Auslandsgeschäft auf Spanien ausweiten und den E-Mail-Dienst GMX in Großbritannien und den Vereinigten Staaten testen.

VDSL nicht vermarktbar

Der geplante Wiederverkauf der schnellen VDSL-Anschlüsse der Deutschen Telekom verzögert sich weiterhin. Das Produkt habe noch zu große technische Probleme und sei eigentlich nicht vermarktbar, sagte Dommermuth.

Eine Zusammenarbeit mit der Online-Werbebörse Connect des Unternehmens Wunderloop kann sich Dommermuth im Augenblick nicht vorstellen. „Ich werde bestimmt nicht dabei helfen, das Unternehmen mit aufzubauen“, sagte Dommermuth.

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