18.02.2005 · Die letzten Meter der Telefonleitung bis zum Kunden müssen Konkurrenten bei der Deutschen Telekom anmieten - und die will die entsprechenden Preise nach F.A.Z.-Informationen um fast 50 Prozent erhöhen.
Die Deutsche Telekom AG verlangt nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung deutlich höhere Preise, zu denen Konkurrenzunternehmen von dem Konzern die Leitungen für den Zugang zu den Haushalten anmieten. Das monatliche Entgelt für diese Teilnehmeranschlußleitungen (Tal), auf welche viele Konkurrenten auf dem Telefonmarkt, aber auch einige DSL-Anbieter angewiesen sind, soll von bisher 11,80 Euro auf 17,40 Euro steigen.
Das Unternehmen begründet die fast fünfzigprozentige Anhebung in seinem Antrag an die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) damit, daß die bisherigen Gebühren bei weitem nicht die tatsächlichen Kosten widerspiegelten. Vor allem der Zinsanspruch für das in den Leitungsnetzen gebundene Kapital werde erheblich unterschätzt.
„Jenseits von gut und böse“
Die Wettbewerber des ehemaligen Staatskonzerns verlangen dagegen eine Absenkung der Tal-Entgelte auf weniger als zehn Euro im Monat. "Die Telekom-Forderung ist jenseits von gut und böse", sagte der Geschäftsführer des Verbandes der Telekommunikations- und Mehrwertdienste, Jürgen Grützner. Durch die am Mittwoch angekündigte Senkung der Telekom-Gebühren im Telefonfestnetz stünden viele Anbieter ohne eigenes Netz ohnehin schon stark unter Druck. Höhere Tal-Entgelte "würden sie in eine schwierige Lage bringen".
Ende 2004 hatten Telekom-Konkurrenten rund 2 Millionen Tal angemietet. Die Entscheidung des Regulierers muß bis Ende April fallen, weil die neuen Entgelte am 1. Mai in Kraft treten sollen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.379,21 | −1,07% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2453 | −0,29% |
| Rohöl Brent Crude | 105,92 $ | −0,87% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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