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Telekommunikation Technologiebranche schöpft Zuversicht

10.04.2006 ·  Die Telekommunikations- und Informationswirtschaft blickt wieder optimistischer in die Zukunft. Sorge bereitet dem Branchenverband Bitkom jedoch ein sich abzeichnender Fachkräftemangel.

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Die Stimmung unter den deutschen Technologie- und Telekomfirmen hat sich nach Angaben des Branchenverbands Bitkom aufgehellt. Nach einer Umfrage rechnen 76 Prozent der Unternehmen in diesem Jahr mit steigenden Umsätzen, 13 Prozent erwarten ein stabiles Geschäft und 11 Prozent ein Umsatzminus, wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) am Montag in Berlin bekanntgab.

„Die positiven Trendaussagen des Ifo-Index können wir für die Bitkom-Branche voll bestätigen“, sagte Verbandspräsident Willi Berchtold. Besonders positiv gestimmt seien Softwarehäuser, Hersteller von Telekommunikationsnetzen, Handys und digitaler Unterhaltungselektronik. Der zuletzt gefallene Konjunkturindex des Branchenverbands Bitkom stieg in den ersten drei Monaten 2006 um rund ein Viertel.

Mitarbeitersuche gestaltet sich schwierig

Als Jobmaschine werde sich der Sektor aber nicht erweisen, sagte Berchtold. Die Zahl der Beschäftigten stagniere in diesem Jahr voraussichtlich bei rund 750 000. Grund sei der Arbeitsplatzabbau bei großen Telekommunikationsunternehmen, der die Neueinstellungen von mittelständischen Softwarehäusern und IT-Dienstleistern wettmache. Ursprünglich war der Verband von 20.000 neuen Stellen ausgegangen.

Jedes dritte Unternehmen tut sich der Bitkom-Umfrage zufolge mittlerweile schwer, die richtigen Mitarbeiter zu finden. Das Thema Fachkräftemangel rückte auf Platz Zwei der beklagten „Markthemmnisse“ - nach dem Dauerbrenner politische Rahmenbedingungen.

Nur acht Prozent der Hochschulabsolventen hätten einen natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Abschluß, klagte Berchtold. Damit rangiere Deutschland weit hinter Frankreich, Großbritannien oder den Vereinigten Staaten. „Das ist einfach zu wenig, wenn wir unsere Innovationsfähigkeit und damit unseren Wohlstand auf dem aktuellen Niveau halten wollen.“

Preisdruck im Mobilfunk

Die Jahresprognose werde der Branchenverband allerdings nicht erhöhen. Zur Begründung verwies der Bitkom-Präsident auf einen weiter steigenden Preisdruck in dem „besonders wichtigen“ Bereich Mobilfunk. Die von Europäischer Kommission und Regulierungsbehörden angekündigten Interventionen setzten die Anbieter zusätzlich unter Druck. Das bleibe nicht ohne Auswirkungen auf den Gesamtmarkt.

Angesichts der Entwicklung im Mobilfunk bleibe der Verband auch bei seiner moderaten Wachstumserwartung für das kommende Jahr. Für 2007 werde in der ITK-Branche unverändert mit einem Umsatzplus von 2 Prozent auf 140 Milliarden Euro gerechnet, sagte Berchtold.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa, Reuters, Dow Jones
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