Home
http://www.faz.net/-gqm-q14a
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Samstag, 18. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Telekommunikation Siemens-Handys: Sanieren heißt sparen

08.03.2005 ·  Die Handysparte ist das Sorgenkind der Siemens AG. Jetzt kündigt der Münchner Konzern Einsparungen von bis zu einer Milliarde Euro an.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Kosten sparen und das Geschäft unabhängig von weiteren strategischen Überlegungen zunächst sanieren - so lautet der Kurs, den Siemens in der Zukunft für seine Handy-Sparte einschlagen will.

Siemens will die Kosten der Sparte im laufenden Geschäftsjahr um bis zu eine Milliarde Euro senken. Ursprünglich seien für das Segment im Geschäftsjahr 2004/05 (zum 30. September) Einsparungen von 500 bis 600 Millionen Euro eingeplant gewesen, sagt Lothar Pauly, Chef des neuen Siemens-Kommunikationsbereichs Com, am Dienstag in München. Nun strebe das Management zusätzliche Kostensenkungen von rund 400 Millionen Euro an. Hierbei gehe es weniger um den Abbau von Stellen, sondern vielmehr um Marketingaufwendungen. Die kriesengeschüttelte Sparte hatte Siemes in den vergangenen drei Quartalen hohe Verluste beschert.

Sorgenkind Handysparte

Siemens kündigte darüber hinaus an, im gesamten Bereich Com über Synergieeffekte in den nächsten drei Jahren die Entwicklungskosten insgesamt um 15 Prozent senken zu wollen. Der gesamte Siemens-Konzern investiert eigenen Angaben zufolge etwa zehn Prozent seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung.

Siemens hat zum 1. Oktober seine bisherigen Bereiche Mobilfunk (ICM) und Netzwerke (ICN) zusammengefaßt, arbeitet aber nach wie vor an der Verschmelzung. Die Kosten der Restrukturierung beliefen sich auf einen zweistelligen Millionenbereich, sagte Pauly.

15 neue Handy-Modelle

Größtes Sorgenkind von Com ist die Handysparte, doch auch das Festnetzgeschäft erfüllt die Erwartungen nicht. „Hier ergreifen wir Maßnahmen“, bekräftigte Com-Chef Lothar Pauly und fügte mit Blick auf das Handy-Geschäft hinzu: „Das amüsiert überhaupt nicht.“ Neben den Kosteneinsparungen werde Siemens mit der nächsten Modellgeneration die Basis für eine neue, auf das Betriebssystem Linux basierenden Handysoftware legen. Insgesamt werde Siemens im laufenden Jahr 15 neue Handy-Modelle vorstellen.

Die Siemens-Aktie notierte am Vormittag zunächst um ein Prozent schwächer, erholte sich dann aber wieder.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters und Dow Jones-VWD
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Gläubiger dritter Klasse

Von Holger Steltzner

Wenn in Griechenland in Kürze der Schuldenschnitt vollzogen wird, ist die EZB fein raus. Ein juristischer Trick schützt die Bilanz der Zentralbank. Mitten im Spiel werden einfach die Regeln geändert. Mehr 5 9

17.02.2012 17:45 Uhr
  Vortag
Dax 6.848,03 +1,42%
 OK
Umfrage

Sollen Kinderlose einen „Solidarzuschlag" zahlen?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.

17.02.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.848,03 +1,42%
FAZ-INDEX 1.526,72 +1,43%
TecDAX 778,36 +0,73%
MDAX 10.441,40 +1,41%
SDAX 5.048,27 +1,17%
REX 422,26 −0,26%
Eurostoxx 50 2.520,31 +1,24%
F.A.Z. EURO INDEX 81,56 +1,37%
Dow Jones 12.949,90 +0,35%
Nasdaq 100 2.584,24 −0,31%
S&P500 1.361,23 +0,23%
Nikkei225 9.384,17 +1,58%
EUR/USD 1,3138 +0,07%
Rohöl Brent Crude 119,95 $ −0,08%
Gold 1.723,00 $ +0,58%
Bund Future 138,50 € −0,16%