13.05.2008 · Die Bundesnetzagentur hat mit der Festsetzung des Preises für den Bitstrom-Zugang im Telefongeschäft nicht gerade Mut bewiesen. Dennoch ist das Bitstrom-Angebot ein Fortschritt für den Markt. Es liefert die Blaupause für die künftige Zusammenschaltung in Telefonnetzen.
Von Johannes WinkelhageDie Bundesnetzagentur hat mit der Festsetzung des Preises für den Bitstrom-Zugang im Telefongeschäft nicht gerade Mut bewiesen. Diese virtuelle letzte Meile kostet fast doppelt so viel wie die klassische Anmietung der Kupferdoppelader auf dem Weg zum Kunden.
Das sichert ein wenig die Investitionen derer, die viel Geld in eigene Technik in den Vermittlungsstellen der Telekom investiert haben.
Fortschritt für den Markt
Dennoch ist das Bitstrom-Angebot ein Fortschritt für den Markt. Es liefert die Blaupause für die künftige Zusammenschaltung in Telefonnetzen. In einer Welt, in der in einigen Jahren alle Kommunikation auf der Basis des Internet-Protokolls (IP) abgewickelt wird, macht es volkswirtschaftlich keinen Sinn, milliardenschwere Investitionen in Glasfasernetze mehrfach zu tätigen. Das gilt besonders für die kapillare Struktur auf dem Weg in den Haushalt.
Daher macht eine Zusammenschaltung auf einer höheren Netzebene Sinn. Diese Notwendigkeit wird dadurch verschärft, dass schon in wenigen Jahren die bisherigen Zusammenschaltungspunkte in den Vermittlungsstellen überflüssig werden. Dann müssen sowieso neue Wege gefunden werden, die den Wettbewerb auf dem Netz sichern. Dafür öffnet Bitstrom die Türen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.532,20 | +0,62% |
| EUR/USD | 1,2469 | −0,57% |
| Rohöl Brent Crude | 106,51 $ | −0,70% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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