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Telekommunikation O2 greift Marktführer Telekom bei DSL an

09.03.2005 ·  Der Mobilfunkanbieter O2 bietet einen UMTS-Zugang für zuhause an. Das bedeutet Konkurrenz für Telekoms DSL, allerdings ist die Geschwindigkeit bei vergleichbaren Kosten langsamer. Außerdem will O2 Musik auf dem Handy für den Massenmarkt erschließen.

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Der Mobilfunkanbieter O2 greift Marktführer Telekom jetzt auch im Boom-Markt der schnellen Internetanschlüsse an.

Der Netzbetreiber bietet erstmals einen UMTS-Zugang für zuhause an, mit dem O2 den DSL-Anschlüssen Konkurrenz machen will. Anders als bei den Festnetzangeboten der Telekom oder anderer Festnetzanbieter sind keine Installationsarbeiten an der Telefondose notwendig.

Surfen für weniger als einen Cent pro Minute

In das O2-Gerät muß nur eine SIM-Karte eingelegt werden - dann kann über WLAN oder Kabel der PC angeschlossen werden, wie O2 am Mittwoch in Hannover auf der Computermesse Cebit mitteilte.

Allerdings ist die Geschwindigkeit bei vergleichbaren Kosten langsamer als DSL. Das Gerät kostet 99 Euro, die Anschlußgebühr 24,99 Euro und die monatliche Grundgebühr 9,99 Euro. Die Surfkosten liegen im billigsten Angebot unter einem Cent pro Minute.

Neue Läden für weiteres Wachstum

Hauptzielgruppe sind zunächst die drei Millionen Kunden des Konzerns, die nach dem Genion-Modell telefonieren. 20 Prozent davon haben laut O2 schon keinen Festnetzanschluß mehr.

Die Tochter des britischen Konzerns MMO2 steigerte in Deutschland im vergangenen Jahr die Kundenzahl um 32 Prozent auf 7,4 Millionen. Der Marktanteil stieg auf über 10 Prozent. Laut Deutschland-Chef Rudolf Gröger könnte O2 in Deutschland noch schneller wachsen, konzentriert sich aber statt dessen auf Kunden, die hohe Umsätze versprechen. Gröger will zum weiteren Wachstum zusätzliche Läden eröffnen. Außerdem erinnerte er an die neuen Vertriebswege über die Tchibo-Läden und den Service Provider Mobilcom.

500.000 Lieder für das Handy

O2 kündigte ferner an, ihr Angebot für das Musikhören auf dem Handy auszubauen. Ziel sei die Erschließung des Massenmarktes. Dazu kündigte das Unternehmen eine Kooperation mit Nokia an. Der finnische Hersteller werde unter anderem die Abspielsoftware „Music Player“ liefern.

Außerdem habe man eine Kooperation mit dem weltweit größten Musiklieferanten Loudeye geschlossen, um die Palette an Musiktiteln auszuweiten. Bis zum Sommer will O2 das Angebot auf mehr als 500.000 Songs erweitern. Derzeit unterhält der kleinste deutsche Mobilfunkbetreiber mit 230.000 Musikstücken nach eigenen Angaben die umfangreichste Datenbank für den Song-Download per Handy in Deutschland.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AP und Dow Jones-VWD
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