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Telekommunikation Nokia enttäuscht auf ganzer Linie

15.07.2004 ·  Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia erwartet nach einem schwachen zweiten Quartal auch im restlichen Jahresverlauf wegen des harten Wettbewerbs keine Besserung.

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Der weltgrößte Handy-Hersteller Nokia erwartet nach einem schwachen zweiten Quartal auch im restlichen Jahresverlauf wegen des harten Wettbewerbs keine Besserung. Die Aktien reagierten auf den enttäuschenden Ausblick des finnischen Unternehmens mit einem Kurssturz.

Der Gewinn je Aktie sei im abgelaufenen Vierteljahr auf 0,15 Euro gesunken von einem Ergebnis auf vergleichbarer Basis von 0,19 Euro je Aktie ein Jahr zuvor, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Für das laufende Quartal prognostizierte Nokia einen weiteren Rückgang auf 0,08 bis 0,10 Euro, während Analysten bislang 0,14 Euro erwartet hatten. Der Umsatz ging im Quartal um rund fünf Prozent auf 6,64 Milliarden Euro zurück. Die Erwartungen von Branchenexperten lagen bei 6,56 Milliarden Euro. Für das laufende Vierteljahr prognostiziert Nokia einen Umsatz von 6,6 bis 6,8 Milliarden Euro, was zum Vorjahr ebenfalls einen Rückgang bedeuten würde.

Preissenkungen erwartet

„Die Rentabilität des Unternehmens dürfte im zweiten Halbjahr weiter unter Druck geraten", erklärte Nokia. Der Weltmarktführer, der derzeit bei Handys einen Marktanteil von 31 Prozent hat, mußte zuletzt mit deutlichen Preisnachlässen auf die stärker werdende Konkurrenz reagieren. So hatte Rivale Sony Ericsson im abgelaufenen Quartal nach den am Vormittag vorgelegten Zahlen wegen kräftiger Nachfrage einen überraschend hohen Gewinn erzielt.

Nokia-Aktien reagierten mit kräftigen Kursverlusten auf den enttäuschenden Ausblick des Konzerns. Die Titel sanken um fast 15 Prozent und erreichten zeitweise ein Sechs-Jahres-Tief bei 9,61 Euro. Dies belastete auch die Stimmung an den europäischen Aktienmärkten. „Der Ausblick ist wirklich schlecht: Nokia wird wohl die Preise im dritten Quartal erneut senken müssen, um wieder Marktanteile zu gewinnen", sagte Nomura-Analyst Richard Windsor.

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Von Heike Göbel

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