08.11.2004 · DSL-Einsteiger haben es zur Zeit gut: Kaum eine Kundengruppe wird so heiß umworben wie die Internet-Nutzer, die mit Hochgeschwindigkeit im Internet surfen wollen. Der Wechsel zu Telekom-Wettbewerbern lohnt sich.
DSL-Einsteiger haben es zur Zeit gut: Kaum eine Kundengruppe wird so heiß umworben wie die Internet-Nutzer, die mit Hochgeschwindigkeit im Internet surfen wollen. Gut eine Million Nutzer steigt jedes Jahr auf die Datenautobahn um. Da gleichzeitig immer mehr Unternehmen in den Wettbewerb einsteigen, fallen zwangsläufig die Preise: Als Beispiel hat das Telekommunikationsunternehmen Arcor den DSL-Pauschaltarif halbiert, wenn der Kunde bereit ist, auch seinen Telefonanschluß zu Arcor zu verlagern. Freenet verkauft den DSL-2000-Anschluß zum Preis des DSL-1000-Anschlusses. Zudem erlassen viele Unternehmen ihren Neukunden die 100 Euro für die DSL-Einrichtung und spendieren oft das passende Modem dazu.
Für Nutzer, die auf den Preis achten, gilt: Fast immer ist die Kombination aus Telekom (Telefon- und DSL-Anschluß) und T-Online (DSL-Zugang) die teuerste Wahl. Je mehr dieser drei Ebenen durch Angebote der Wettbewerber ersetzt werden, desto günstiger wird das Surfen im Internet. Wegen der dominanten Position der Telekom bei den DSL-Anschlüssen spielte sich der Preiswettbewerb bisher weitgehend auf der dritten Ebene ab, den DSL-Zugängen. Hier konkurrieren Anbieter wie T-Online, United Internet, AOL und Freenet miteinander (F.A.Z. vom 6. September).
Nur Freenet gibt Teil seiner Marge an Kunden weiter
Seit einigen Monaten hat sich der Wettbewerb auch bundesweit auf die zweite Ebene ausgeweitet, denn die Zugangsdienste können den DSL-Anschluß der Telekom unter eigenem Namen verkaufen. Da die Wiederverkaufsmarge aber sehr gering ist, können die Internet-Zugangsdienste den Telekom-Preis kaum unterbieten. Nur Freenet gibt einen Teil seiner Marge an die Kunden weiter: Der DSL-1000-Anschluß kostet 15,90 Euro im Monat statt 16,99 Euro bei der Telekom. Für den DSL-2000-Anschluß berechnet Freenet zur Zeit 16,99 Euro, also drei Euro weniger als die Telekom.
Wer zusätzlich den ISDN-Telefonanschluß wechselt, zahlt an das Telekommunikationsunternehmen Arcor 29,95 Euro im Monat für ein Einsteigerpaket mit 1.000 Megabyte Datenvolumen. Arcor ist in 220 Städten präsent und deckt rund 40 Prozent der Bevölkerung ab. Beim Wechsel des Telefonanschlusses ist allerdings kein Call-by-Call mehr möglich. Der Wechsel in Einsteigertarife der regionalen Anbieter wie Hansenet oder Versatel lohnt sich dagegen eher selten, da die beiden Unternehmen für Einsteiger Zeittarife anbieten, die schon bei 20 Stunden Internet-Nutzung im Monat vergleichsweise teuer sind.
Deutliche Preisunterschiede bei Flatrate-Vergleich
Zum Beispiel berechnet die Telekom für ISDN-Anschluß, DSL-1000-Anschluß und T-Online-Einsteigertarif mit 1.500 Megabyte Übertragungsvolumen 50,54 Euro je Monat. Wer den Telefonanschluß der Telekom behalten möchte, aber DSL vom Anbieter Freenet bestellt, kommt mit 39,50 Euro im Monat aus. Der Wechsel zu DSL-Zugangsanbietern wie United Internet, AOL oder Tiscali bringt ähnliche Spareffekte.
Noch deutlicher werden die Preisunterschiede zwischen der Telekom und der Konkurrenz, wenn ein Pauschaltarif (Flatrate) für unbegrenztes Surfvergnügen gewählt wird. Die Telekom-Kombination aus Telefon- und DSL-1000-Anschluß sowie T-Online-Flatrate kostet 70,54 Euro im Monat. Bei Freenet fallen 65,40 Euro an, während Arcor für das gleiche Paket 39,90 Euro verlangt. Wer eine Flatrate möchte, kann auch beim Wechsel zu Hansenet oder Versatel die Kosten deutlich senken. Hansenet ist zur Zeit nur in Hamburg tätig, wird im kommenden Frühjahr aber auch in anderen deutschen Städten an den Start gehen. Versatel ist in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und einigen großen Städten am Markt aktiv.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.377,95 | −1,16% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2449 | −0,31% |
| Rohöl Brent Crude | 105,75 $ | −1,03% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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