06.10.2005 · Zurück auf Los, könnte man meinen: Seit Jahren werden Telefonzellen abgebaut, schließlich hat fast jeder ein Handy. Jetzt will die Telekom wieder neue bauen - dem Euro sei Dank.
Nach Jahren des Abbaus baut die Telekom wieder öffentliche Telefonhäuschen auf.
Ein Sprecher der Telekom-Sparte T-Com sagte am Donnerstag in Eschborn, im laufenden Jahr würden etwa 5.000 neue Telefonsäulen errichtet, im nächsten Jahr weitere 5.000. Je nach Standort könnten die neuen Telefone mit Münzen, Telefonkarten oder anderen Zahlungskarten bedient werden.
Münzfernsprecher dank Euro beliebter
Seit Einführung des Euro seien Münzfernsprecher überraschend wieder sehr beliebt geworden, berichtete T-Com-Sprecher George McKinney.
Das sei leicht zu erklären an Standorten wie Flughäfen oder Bahnhöfen, wo jetzt vermehrt Reisende ankämen, die die passenden Münzen schon in der Tasche hätten. In geringerem Maße zeige sich diese Tendenz aber auch auf dem flachen Land.
Umsätze haben sich stabilisiert
Im Vergleich zu vor 15 Jahren seien die Umsätze in Telefonzellen oder ihren moderneren Nachfolgern wie Telefonsäulen mit oder ohne Schutzhaube zwar gesunken, hätten sich in vergangenen drei bis vier Jahren aber stabilisiert, erläuterte der Sprecher. Das führe dazu, daß T-Com jetzt wieder neue öffentliche Fernsprecher aufbaue. Je nach Standort kämen Münztelefone oder Kartentelefone zum Einsatz, aber auch die neuesten Geräte, die Münzen, Telefonkarten und andere Zahlungskarten wie Kreditkarten oder Bankkarten mit Chip gleichermaßen nutzen könnten.
Die T-Com verfügt nach den Angaben McKinneys derzeit über rund 110.000 öffentliche Telefone. 55.000 Apparate nähmen nur Telefonkarten an, 35.000 nur Münzen. Etwa 20.000 seien Geräte für jedes Zahlungsmittel.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.380,90 | −0,95% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2447 | −0,33% |
| Rohöl Brent Crude | 105,95 $ | −0,84% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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