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Dienstag, 14. Februar 2012
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Telefonate in der Öffentlichkeit Handys sind bequem - und nerven gewaltig

20.07.2008 ·  Hören, was der Nachbar im Zug zu sagen hat - das wollen nur die wenigsten: Nach einer neuen Umfrage finden zwei von drei Deutschen laute Handy-Telefonate in der Öffentlichkeit nervig. Schon das laute Klingeln von Mobiltelefonen bringt viele auf die Palme.

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Es gibt kein Entkommen. An Haltestellen und in Kaufhäusern, in der Bahn und im Theater mögen viele nicht mehr aufs Mobiltelefon verzichten - und die Umgebung hört mit. So sehr die Deutschen das Handy schätzen - inzwischen besitzt jeder statistisch mehr als eines - so sehr sind sie genervt von allzu öffentlichen Telefonaten.

69 Prozent fühlen sich belästigt, wenn andere laut in der Öffentlichkeit telefonieren, wie eine am Sonntag veröffentlichte repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom ergab. Ein Drittel der Deutschen stört sich demnach häufig, ein weiteres Drittel stört sich manchmal an lauten Gesprächen in ihrer Umgebung. Nur 31 Prozent der Befragten haben damit kein Problem.

Wehe, wenn es allzu laut klingelt

Auch das laute Klingeln von Mobiltelefonen sorgt für Unmut: 63 Prozent gaben an, sich manchmal oder häufig durch Handyklingeln in der Öffentlichkeit belästigt zu fühlen. Die öffentliche Nutzung von Laptops stört dagegen kaum jemanden: 81 Prozent haben nichts dagegen - vorausgesetzt, es geht nicht um besonders laute Anwendungen wie das Abspielen von DVDs.

Unterm Strich wird der Siegeszug der Mobiltelefone sehr positiv beurteilt. 64 Prozent der deutschen Nutzer finden, dass sich das Handy überwiegend positiv auf ihren Alltag ausgewirkt hat. Ein Drittel der befragten Handynutzer (34 Prozent) sieht für sich gleichermaßen Vor- und Nachteile, und lediglich bei zwei Prozent der Handybesitzer hat das Gerät ein schlechtes Image.

„Niemand muss mehr schreien“

Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer sagte zu den Ergebnissen: „Das Handy hat sich rasant durchgesetzt. Aber viele Mitbürger haben noch nicht gelernt, es rücksichtsvoll und der jeweiligen Situation angemessen einzusetzen.“ Er wies darauf hin, dass heute dank immer besserer Übertragungs- und Sprachqualität niemand mehr schreien müsse, um von seinem Gesprächspartner verstanden zu werden. Auch sei es längst nicht mehr nötig, den Klingelton ständig eingestellt zu lassen. Die meisten Geräte böten einen Vibrationsalarm oder langsam ansteigende Klingeltöne.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Mobiltelefonierern in der Öffentlichkeit gemacht? Schreiben Sie uns Ihre schönsten und nervigsten Erlebnisse. Nutzen Sie dazu bitte die Kommentarfunktion unterhalb des Artikels.

Quelle: FAZ.NET
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