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Technologie Siemens erleidet Gewinneinbruch

28.07.2005 ·  Siemens hat im abgelaufenen Quartal einen unerwartet starken Gewinneinbruch erlitten - auch ohne das verlustreiche Handygeschäft. Siemens-Chef Kleinfeld kündigt weitere Sanierungsschritte an.

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Der Siemens-Konzern hat im dritten Quartal seines Geschäftsjahres 2004/05 einen deutlichen Gewinnrückgang verzeichnet und dabei auch die Erwartungen von Analysten verfehlt. Konzernchef Klaus Kleinfeld kündigte deshalb weitere Sanierungsschritte an.

Der operative Gewinn aus fortgeführten Geschäften sei auf 980 Millionen Euro nach 1,333 Milliarden Euro im Vorjahr gesunken, teilte Siemens am Donnerstag in München mit. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 1,249 Milliarden Euro gerechnet. Die Zahlen sind bereits um die verlustreiche Handy-Sparte bereinigt, die an den taiwanischen Hersteller Benq abgegeben wird. Für das gesamte Geschäftsjahr geht Siemens nun für die fortgeführten Sparten von einem Gewinn in etwa auf Vorjahreshöhe aus.

Benq-Aktionäre billigen Übernahme der Handysparte

Zuvor hatten die Benq-Aktionäre der Übernahme der Siemens-Handysparte zugestimmt. Dies teilte das taiwanesische Unternehmen im Anschluß an die Hauptversammlung mit.

Siemens-Chef Kleinfeld erklärte, der Konzern sei bei den Themen profitables Wachstum und Portfolio des Unternehmens gut vorangekommen. Es sei aber klar, daß das Umstrukturierungsprogramm „Fit4More“ nicht über Nacht alle Ergebnisse nach oben bringe. „Hierzu sind weitere Schritte und harte Arbeit erforderlich, wir scheuen davor aber nicht zurück“, sagte er.

Als enttäuschend bezeichnete der Siemens-Chef die Entwicklung der Bereiche SBS (IT-Dienstleistungen), der Kommunikationssparte selbst ohne die verlustreiche Handy-Fertigung und der Sparte Logistics and Assembly Systems (L&A), die allesamt im dritten Quartal rote Zahlen schrieben. In diesen Bereichen sei Siemens dabei, geeignete Maßnahmen zu treffen, sagte Kleinfeld. Die L&A-Sparte solle strategisch neu ausgerichtet werden. Beim unter Überkapazitäten leidenden IT-Dienstleister SBS sollten produktnahe Dienstleistungen ausgelagert werden.

Zufrieden zeigte sich Kleinfeld mit der Entwicklung von Umsatz und Auftragseingang, die auf fortgeführter Basis um sieben beziehungsweise neun Prozent zulegten. Der Umsatz lag mit 18,75 Milliarden Euro im dritten Quartal auch höher als von Analysten erwartet.

Ursprünglich hatte Siemens unter dem Strich einen Gewinnanstieg ins Auge gefaßt. Jedoch hatte Kleinfeld dieses Ziel bereits im Frühjahr in Frage gestellt. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres lag der Gewinn nach Steuern für die fortzuführenden Geschäfte noch unter dem Vorjahreswert.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa, Reuters, Dow Jones
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Von Heike Göbel

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