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Technologie Philips mit operativem Gewinneinbruch

18.07.2005 ·  Der Technologiekonzern Philips leidet an schwacher Verbrauchernachfrage. Sein Überschuß wurde im vergangenen Quartal nur durch Anteilsverkäufe gesteigert - Zurückhaltung vor dem laufenden Jahr.

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Europas größter Unterhaltungselektronik-Konzern Philips hat im zweiten Quartal wegen einer schleppenden Nachfrage und Überkapazitäten bei Chips einen operativen Gewinneinbruch verzeichnet. Beim Ausblick gab sich das Unternehmen vorsichtig.

Der operative Gewinn fiel nach Angaben vom Montag auf 147 Millionen von 356 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal und verfehlte damit deutlich die Schätzungen von Analysten, die im Schnitt von 166 Millionen Euro ausgegangen waren. Der Nettogewinn stieg auf 983 Millionen von 616 Millionen Euro. Dieser Anstieg sei auch einem Sonderertrag in Höhe von 753 Millionen Euro zu verdanken, der durch den Beteiligungsverkauf der Navteq-Aktien erzielt worden sei, teilte Philips mit. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt inklusive außerordentlicher Posten einen Reingewinn von 884 Millionen Euro erwartet.

Schwache Verbrauchernachfrage

Philips hatte bereits im vergangenen Monat gewarnt, die schwache Verbrauchernachfrage in Europa werde die Umsätze bei elektronischen Gütern und Haushaltsgeräten belasten. „Die Schwäche im Technologiesektor hat uns weiter Schwierigkeiten bereitet", sagte Philips-Chef Gerard Kleisterlee. Das Unternehmen blieb einem Amsterdamer Analysten zufolge vor allem in den Kernsparten Haushaltsgeräte und Beleuchtungen hinter den Erwartungen zurück. Bei Halbleitern und Verbraucherelektronik habe der niederländische Konzern hingegen die Prognosen getroffen. „Es ist nicht alles dunkel, es gibt einen Silberstreifen am Horizont", sagte der Analyst.

Philips - in Europa Marktführer bei Rasierern und Haushalts-Espressomaschinen - teilte mit, das Unternehmen erwarte keinen signifikanten Aufschwung im Halbleitermarkt. Im dritten Quartal rechnet Philips gegenüber dem abgelaufenen Quartal mit einem Umsatzanstieg im mittleren einstelligen Bereich. Bei der Verbraucherelektronik gelte weiterhin ein Ziel von vier bis 4,5 Prozent Umsatzrendite bis Jahresende.

Die schwache Quartalsbilanz folgte enttäuschenden Ergebnissen des koreanischen Konkurrenten Samsung Electronics von vergangener Woche. Die Philips-Aktie verlor im frühen Amsterdamer Handel 2,03 Prozent auf 22,19 Euro und zeigte sich damit deutlich schwächer als der Gesamtmarkt.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters
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Von Holger Steltzner

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