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Technische Panne : Terror-Warn-App versagt im Fall Nizza

  • Aktualisiert am

In Frankreich entwickelt, für Frankreich gemacht, in Frankreich versagt: Die Handy-App SAIP Bild: AFP

Eine Handy-App, entwickelt ausgerechnet in Frankreich, sollte dort Menschen vor Anschlägen warnen. Im Fall der Attacke von Nizza hat sie auf ganzer Linie versagt.

          Eine neu entwickelte App, die in Frankreich vor Anschlägen warnen soll, hat nach Regierungsangaben in Nizza nicht geholfen. Die App mit dem Namen SAIP habe am Donnerstagabend erst nach etwa drei Stunden Verspätung Alarm geschlagen, teilte das französische Innenministerium am Samstag mit.

          Die App soll Menschen in der Nähe von Attacken oder bei Verdachtsfällen eigentlich umgehend über deren Mobiltelefon warnen. Die App wurde kurz vor der Fußball-Europameisterschaft im Land  vorgestellt. Die französische Regierung hat die App herausgebracht, die Menschen vor Terroranschlägen warnen soll.

          Die kostenlose Smartphone-App ist in englischer und französischer Sprache formuliert. Das „Système d'alerte et d'information des populations“ wurde nach den Attentaten vom November 2015 vom französischen Innenministerium initiiert. Bei der Registrierung müssen sich Nutzer mit der Bestimmung ihrer Position über GPS einverstanden erklären, damit sie jeweils Benachrichtigungen über Zwischenfälle in ihrer Nähe bekommen können.

          Ein 31-jähriger Tunesier hatte in der französischen Mittelmeerstadt am Donnerstagabend einen Laster in eine Menschenmenge gelenkt. Dabei kamen mindestens 84 Personen ums Leben.

          Laut Innenministerium wurden die App-Designer am Freitagnachmittag zu einem Krisentreffen einbestellt. „Ein Maßnahmenplan wurde verlangt, so dass so ein Vorfall nicht wieder passieren kann.“ Die App wurde von der französischen Firma Deveryware entwickelt. Die Zeitung „Les Echos“ berichtete unter Berufung auf Regierungskreise, dass eine technische Panne dazu geführt hat, die Warnung nicht abzuschicken.    

          Auf Twitter beschwerten sich Nutzer über den verspäteten Alarm der App. Was Stunden nach dem Ereignis noch der Nutzen einer Terrorwarnung sein sollte, fragt sich etwa dieser Twitterer:

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