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Streaming-Dienste im Vergleich : Netflix startet mit kleinem Angebot

  • -Aktualisiert am

Der Streaming-Dienst Netflix streamt seit heute auch in Deutschland. Bild: dpa

Nun ist Netflix auch in Deutschland verfügbar. Der Streaming-Dienst bietet wie die Konkurrenten Maxdome, Watchever und Amazon Filme und Serien im Abo an. FAZ.NET hat getestet, welches Angebot sich lohnt.

          Die Videotheken sterben und das Fernsehen ist einigen zu unflexibel. Heute kann man sein Programm und die Sendezeiten immerhin selbst bestimmen. Möglich machen das sogenannte Video-on-Demand-Dienste wie Maxdome, Watchever und Amazon Prime Instant Video. Sie bieten entweder für eine monatliche oder jährliche Grundgebühr oder gegen Einzelzahlungen Filme und Serien über das Internet an. Man meldet sich an, sucht sich einen Film oder eine Serie aus und schaut.

          Seit heute ist ein weiterer Dienst in Deutschland im Angebot: Netflix. Der amerikanische Streaming-Dienst hat mit der eigens produzierten Serie „House of Cards“ von sich reden gemacht. Daher wird nun spekuliert, ob Netflix nach den Vereinigten Staaten auch die Bundesrepublik erobert. Marktführer hierzulande ist bislang der Dienst Maxdome mit geschätzten 35 bis 44 Prozent Marktanteil.

          Für einen ersten Vergleich hat FAZ.NET sich die Angebote der Video-on-Demand-Dienste für Deutschland angeschaut. Dazu gehören neben Maxdome und Netflix auch Watchever und Amazon Prime Instant Video.

          Abo für alles bei Watchever

          Der französische Anbieter Watchever hat mit 9500 Serienepisoden und 3500 Filmen ein eher kleines Angebot verglichen mit dem Konkurrenten Maxdome. Für 8,99 Euro pro Monat kann man auf alle Inhalte zugreifen - kein Film und keine Serie kostet extra. Das Abo ist monatlich kündbar. Von einigen beliebten Serien gibt es oft nur die ersten Staffeln. Für die amerikanische Serie „Navy CIS“ sind zum Beispiel die ersten drei der aktuell elf Staffeln verfügbar. Auf Nachfrage bei Watchever teilte das Unternehmen mit, stets bemüht zu sein, alle Staffeln einer Serie zeitgleich anzubieten.

          Das Problem dabei ist: Die Video-on-Demand-Dienste müssen Lizenzen erwerben, um die Filme und Serien überhaupt zeigen zu dürfen. In den Verhandlungen geht es dann meist um einen Zeitraum zwischen drei Monaten und drei Jahren. Aufgrund dieser Begrenzung kann es sein, dass nicht alle Staffeln gleichzeitig verfügbar sind oder Filme, die man vor einer Woche noch gesehen hat, nicht mehr online sind.

          Maxdome ist derzeit der größte Anbieter

          Diese Problem hat aber auch der derzeit größte Mitspieler. Maxdome ist ein Unternehmen der „Pro Sieben Sat 1 Media AG“ und kann Filme und Serien ebenfalls nicht dauerhaft anbieten – ausgenommen sind die Eigenproduktionen der beiden Sender. Allerdings ist das Angebot von Maxdome um einiges größer. Kunden können wählen, ob sie für jeden Film, jede Serie oder Staffel einzeln zahlen möchten, oder ein Abo für 7,99 Euro abschließen wollen und damit auf 50.000 der insgesamt 60.000 Inhalte zugreifen können.

          Ein Vorteil von Maxdome gegenüber dem Konkurrenten Watchever sind die aktuell im Fernsehen laufenden Serien. So kann man sich hier zum Beispiel nicht die alten Staffeln der Serie „Navy CIS“ anschauen, aber die neusten Folgen auch noch einen Monat nach TV-Ausstrahlung. Dasselbe geht bei der Serie „Die Simpsons“. Bis zu 14 Tage nach Erstausstrahlung ist die Folge noch online zu sehen.

          Am günstigsten ist Amazon

          Seit ein paar Monaten hat auch der Versandriese Amazon ein eigenes Video-on-Demand-Angebot namens „Amazon Prime Instant Video“. Es ist Teil des Prime-Programms, das für einen jährlichen Grundbetrag von 49 Euro schnellere Lieferungen ermöglicht. Wer auf die Lieferungen verzichten möchte, zahlt für das Film- und Serienangebot im Monat 7,99 Euro, macht im Jahr allerdings 95,88 Euro und ist somit fast doppelt so teuer wie eine volle Mitgliedschaft.

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