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Veröffentlicht: 27.08.2013, 09:40 Uhr

Störungen Amazons Rechenzentrum legt Instagram lahm

Ein wichtiges Rechenzentrum von Amazon in Virginia fällt immer wieder einmal aus. Darunter leiden auch andere Firmen, zum Beispiel Twitter und der Fotodienst Instagram.

von
© afp Blitz über Virginia

Der Internetversender und -dienstleister Amazon hat ein Problem: Es trägt den Namen „US-East-1“, und es ist ein Rechenzentrum. Dieses Rechenzentrum im amerikanischen Bundesstaat Virginia fällt gerne einmal ganz oder in Teilen aus. Die Kunden kennen das, und am vergangenen Sonntag ist es schon wieder passiert. Für eine knappe Stunde ging unter anderem beim Fotodienst Instagram, bei Twitters Videodienst Vine und dem Übernachtungsdienstleister Airbnb nichts mehr.

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Auch der Video- und Fernseh-Streaming-Dienst Netflix hatte Schwierigkeiten, was ebenfalls nicht zum ersten Mal vorgekommen ist. Instagram und Airbnb haben die Probleme inzwischen über den Kurznachrichtendienst Twitter bestätigt. Zunächst wurde kolportiert, dass die Ursache für diesen Ausfall wieder einmal ein Sturm am Ort des Rechenzentrums gewesen sein soll - ein Sprecher von Amazon stellte später gegenüber dieser Zeitung allerdings klar, dies sei in diesem Fall nicht so gewesen. Tatsächlich habe es sich um einen sogenannten Paketverlust von Daten gehandelt, hervorgerufen durch ein fehlerhaftes Gerät im Computernetzwerk.

So hat es sich dieses Mal wohl um ein internes Problem gehandelt. Ob allerdings Amazon von Unwettern oder von technischen Ausfällen getroffen wird, beides hat sogleich Auswirkungen, die man nicht nur regional spürt. Denn der Konzern gehört mit seiner Sparte Amazon Web Services (AWS) zu den größten Anbietern für Speicherplatz und zugeordnete Dienstleistungen der Welt, die unter dem anglizistischen Oberbegriff „Cloud“ zusammengefasst werden. So waren von dem Ausfall Nutzer in den gesamten Vereinigten Staaten betroffen. Zudem wirft das Geschehene abermals Fragen zur Zuverlässigkeit und Sicherheit des Cloudcomputing auf.

Ausfall sogar an Heiligabend

Es ist auch schon häufiger passiert, dass Amazon aufgrund von Wettereinflüssen einen Stromausfall in seinen Rechenzentren zu verkraften hat. Die Vorkommnisse sind in der Regel gut dokumentiert: Am 22. Oktober 2012 zum Beispiel hatte Amazon ebenfalls einen schweren Ausfall in seiner Problemregion „US-East-1“ zu vermelden. Betroffen waren mit den Unternehmen Reddit, Foursquare oder Heroku Amazon-Cloud-Kunden, die mit einer solchen Situation ebenfalls schon häufiger konfrontiert waren. Die Region „US-East-1“ ist dabei die älteste aller AWS-Regionen; und im Kern ist es eben jenes Rechenzentrum in Virginia, an das die entsprechenden Kunden angeschlossen sind.

Interessant ist aus der Sicht von Branchenbeobachtern wie zum Beispiel dem Blogger und Branchenkenner René Büst, dass sehr häufig dieselben Unternehmen von einem Ausfall der „US-East-1“-Region betroffen sind. Das deute darauf hin, dass aus den Fehlern keine Lehren gezogen würden, schrieb er schon vor einiger Zeit: Es gelte, die Netzinfrastruktur zu ändern. Cloud Computing bedeute viel mehr, als nur ein paar Server zu nutzen und miteinander zu verbinden. Es gehe um die gesamte Architektur des eigenen Systems oder der eigenen Anwendung, die auf der virtuellen Infrastruktur aufgebaut wird. Eine Anwendung müsse direkt für die Cloud entwickelt werden. Skalierbarkeit und Hochverfügbarkeit seien von Beginn an mit zu bedenken.

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