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Spieleentwickler Wooga : Ein mobiles Spiel für Korea

Wooga-Geschäftsführer Jens Begemann (links) und Philipp Moeser Bild: dapd

Nebenherspiele für unterwegs sind in Asien sehr beliebt. Davon will auch der Berliner Entwickler profitieren und wagt den Schritt nach Osten.

          Für den Berliner Spieleentwickler Wooga ist sein neuestes Programm schon jetzt ein Erfolg. In zwei Monaten haben mehr als 10 Millionen Menschen das Geschicklichkeitsspiel Jelly Splash auf Smartphones und Tabletcomputern installiert - eine Marke, die kein anderer Wooga-Titel in so kurzer Zeit geschafft hat. Vom Freitag dieser Woche an könnten zahlreiche Nutzer hinzukommen, und zwar in Südkorea. Wooga greift mit Jelly Splash einen der wichtigsten Märkte für mobile Spiele an. Lange Pendlerzeiten machen Nebenherspiele auf mobilen Geräte in Korea besonders beliebt. Außerdem besitzt schon eine Mehrzahl der Einwohner ein Smartphone, was die Zahl der möglichen Spieler vergrößert.

          Eingebettet in eine Kommunikationsanwendung

          In Korea kooperiert Wooga als erster deutscher Entwickler mit dem heimischen Unternehmen Kakao, das Talk anbietet, ein beliebtes Kommunikationsprogramm für Smartphones. Die Anwendung gleicht dem auch in Deutschland populären Whatsapp, nur dass Nutzer damit auch auf meist kostenfreie Spiele zugreifen können. Erlöse entstehen, wenn Spieler Geld ausgeben, um in den Programmen weiterzukommen. Kakao und die Spieleentwickler teilen sich die Umsätze. Die Investitionen in Übersetzung und Umgestaltung des Spiels für Korea sei überschaubar gewesen, sagt Wooga-Chef Jens Begemann. Eine Gruppe von fünf Mitarbeitern habe rund drei Monate an der koreanischen Spielversion gearbeitet. „Wir werden in einigen Monaten bewerten können, ob sich der Aufwand gelohnt hat.“ Weil bisher noch kein westlicher Anbieter in Korea erfolgreich gewesen sei, gehe Wooga das Vorhaben als Lernprozess an und wolle damit Erfahrungen für weitere asiatische Märkte sammeln.

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