25.01.2006 · Mit seinem Ausblick auf 2006 hat der Softwarehersteller SAP viele Erwartungen übertroffen. Die Lizenzverkäufe sollen weiter zweistellig wachsen, bis zu 700 neue Jobs entstehen allein in Deutschland.
Europas größter Softwarehersteller SAP rechnet 2006 abermals mit einem zweistelligen Wachstum beim Lizenzumsatz und operativen Gewinn. Der für den zukünftigen Gesamtumsatz wichtige Erlös aus dem Verkauf von Softwarelizenzen solle im laufenden Jahr um 15 bis 17 Prozent zulegten, teilte das im EuroSTOXX 50 notierte Unternehmen am Mittwoch in Walldorf mit.
Mit dieser Prognose überraschte SAP die meisten Analysten, die mit einem etwas zurückhaltenderem Ausblick gerechnet haben. Beim Gewinn je Aktie vor Sonderkosten prognostiziert SAP einen Anstieg auf 5,80 bis 6,00 (2005: 5,01) Euro. Die SAP-Aktien stiegen im frühen Handel um 7,54 Prozent auf 157,95 Euro.
700 zusätzliche Stellen in Deutschland
SAP will nun im laufenden Jahr abermals seinen Mitarbeiterstamm kräftig aufstocken. SAP teilte mit, die Belegschaft solle 2006 um 3500 Vollzeitstellen erhöht werden, davon bis zu 700 neue Stellen in Deutschland. Bereits 2005 hatte der Software-Konzern 3668 Stellen geschaffen und zählte zum Jahresende 35.873 Mitarbeiter. SAP kündigte zudem an, „verstärkt und strukturierter“ eigene Aktien zurückzukaufen. Dafür sollen die freien Kapitalmittel genutzt werden.
Im vergangenen Jahr war der Lizenzumsatz um 18 Prozent auf 2,783 Milliarden Euro gestiegen. Der Gesamterlös legte um 13 Prozent auf 8,51 Milliarden Euro zu. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im vergangenen Jahr um 3668 auf 35 873. SAP wollte ursprünglich 4500 neue Mitarbeiter einstellen. Das Unternehmen kündigte zudem an, einen beschleunigten Aktienrückkauf zu prüfen. 2005 seien 3,21 Millionen eigene Aktien für 417 Millionen Euro gekauft worden.
„2005 war ein hervorragendes Jahr für SAP“, zog Konzernchef Henning Kagermann Bilanz. „Wir haben erneut unter Beweis gestellt, daß organisches Wachstum in unserer Branche ein Erfolgsrezept ist“, sagte er. Im Gegensatz zu seinem Hauptkonkurrenten Oracle kauft SAP nur kleine Software-Anbieter. Oracle will dagegen mit milliardenschweren Übernahme etwa von PeopleSoft und Siebel seinen Marktanteil ausbauen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.383,18 | +0,47% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| EUR/USD | 1,2528 | −0,11% |
| Rohöl Brent Crude | 106,82 $ | −0,41% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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