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Software Rechtsstreitigkeiten belasten Microsoft-Gewinn

23.04.2004 ·  Rechtsstreitigkeiten und Sonderausgaben schlagen sich bei Microsoft auf den Gewinn nieder. Der weltgrößte Softwarekonzern verbuchte im dritten Quartal seines Geschäftsjahrs einen Gewinneinbruch um fast 40 Prozent.

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Der weltgrößte Softwarekonzern Microsoft hat im abgelaufenen Quartal wegen Kosten für Rechtsstreitigkeiten einen geringeren Gewinn erwirtschaftet, den Umsatz aber gesteigert. Die Ausgaben für Rechtstreitigkeiten haben die Zuwächse im PC-Geschäft und stark gestiegene Einnahmen aus Kapitalanlagen aufgefressen.

Analysten bewerteten die hohen Ausgaben für Rechtstreitigkeiten jedoch als Beleg dafür, daß Microsoft die langjährigen juristischen Auseinandersetzungen hinter sich bringe. Dies bestätigte auch Mirosoft-Finanzchef John Connors. „Ich denke, wir machen bei einer Reihe von Rechtsfällen gute Fortschritte", sagte er.

Aktienkurs reagiert positiv

Nach der Bekanntgabe der Zahlen legte der Kurs des Unternehmens im nachbörslichen Handel um fast sechs Prozent zu. Der Gewinn sei im dritten Vierteljahr (per Ende März) auf 1,32 Milliarden Dollar oder zwölf Cent je Aktie gesunken nach 2,14 Milliarden Dollar oder 20 Cent je Aktie im Vorjahr, teilte der in Redmond im Bundesstaat Washington ansässige Branchenprimus am Donnerstag nach Börsenschluß mit. Der Umsatz zog wegen der anhaltenden Stärke im Bereich Personal Computer auf 9,18 Milliarden Dollar an von 7,84 Milliarden Dollar.

In den Ergebnissen enthalten seien Sonderausgaben wie aktienbasierte Vergütungen in Höhe von 501 Millionen Dollar, 1,89 Milliarden Dollar für eine Einigung mit dem Rivalen Sun Microsystems und ein von der Europäischen Kommission verhängtes Bußgeld. Ohne die Kosten für Rechtsstreitigkeiten habe der Gewinn je Aktie 34 Cent betragen. Auf dieser Grundlage hatten von Reuters befragte Experten im Schnitt einen Gewinn von 29 Cent je Aktie erwartet. Die Einnahme aus Kapitalanlagen bezifferte der Konzern auf eine Milliarde Dollar.

Microsoft erhöht Prognose für viertes Quartal

Für das vierte Quartal (bis Ende Juni) erwartet Microsoft einen Nettogewinn von 23 Cent je Aktie - unter Berücksichtigung einer Sonderbelastung für aktienbasierte Vergütungen von fünf Cent je Aktie - und einen Umsatz zwischen 8,9 und 9,0 Milliarden Dollar. Analysten gingen bislang von einem Gewinn je Aktie von 27 Cent - ohne Berücksichtigung von Sonderbelastungen für aktienbasierte Vergütungen - aus.

Für das nächste Geschäftsjahr (bis Juni 2005) erwartet Microsoft einen Gewinn je Aktie zwischen 1,16 Dollar und 1,18 Dollar, unter Einschluß von Sonderbelastungen für aktienbasierte Vergütungen von 15 Cent, und einem Umsatz zwischen 37,8 und 38,2 Milliarden Dollar.

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