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Software Microsofts Prognose enttäuscht die Anleger

 ·  Dank der starken Nachfrage nach Laptops, PCs und Servern hat Microsoft seinen Jahresgewinn um 50 Prozent gesteigert, doch die Umsatzprognose bleibt hinter den Erwartungen zurück.

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Die starke Nachfrage nach PCs und Servern hat dem Softwareriesen Microsoft im abgelaufenen Geschäftsjahr einen satten Gewinnsprung von fast 50 Prozent auf 12,25 Milliarden Dollar (10,05 Milliarden Euro) beschert. „Das Jahr 2005 hat sich wesentlich besser als erwartet entwickelt“, sagte Microsoft-Finanzchef Chris Liddell. Zugleich aber prognostizierte das Unternehmen für das laufende Quartal einen Umsatz, der unter den Erwartungen von Analysten lag. Microsoft-Aktien reagierten nachbörslich mit Kursabschlägen von zwei Prozent.

Verantwortlich für die positiven Ergebnisse seien vor allem eine verstärkte Nachfrage nach Personalcomputern, das zweistellige Wachstum bei Servern und der entsprechenden Technologie sowie Zuwächse bei der Spielkonsole Xbox, bei Videospielen und Online-Spielplattformen. Der Umsatz lag bei 39,8 Milliarden Dollar, nach 36,84 Milliarden im Vorjahr. Der Gewinn je Aktie stieg auf 1,12 Dollar nach 75 Cent im Vorjahr.

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2004/2005 verbesserte Microsoft seinen Gewinn um 37 Prozent auf 3,7 Milliarden Dollar oder 34 Cent je Aktie. Ohne einmalige Sonderfaktoren betrug der Gewinn je Anteilsschein 33 Cent und lag damit über den Erwartungen von Analysten, die mit 31 Cent gerechnet hatte. Der Umsatz sei um acht Prozent auf 10,16 Milliarden Dollar geklettert. Finanzchef Liddell kündigte an, im neuen Geschäftsjahr wieder Kurs auf zweistellige Umsatz-Wachstumsraten zu nehmen. „Wir sind aus dem (abgelaufenen Geschäfts-) Jahr mit acht Prozent Umsatzwachstum gekommen und sie werden sehen, wir streben für das neue Jahr zehn bis zwölf Prozent an, oder zweistellige Wachstumsraten“, sagte Liddell der Nachrichtenagentur Reuters.

Windows profitiert

Von der starken Nachfrage nach PCs profitierte Microsofts wichtigstes Produkt, das Betriebssystem Windows. Der Gewinn in diesem Unternehmensbereich verbesserte sich im vierten Quartal von 2,03 Milliarden Dollar auf 2,18 Milliarden Dollar. Im BereichUnternehmenssoftware sank der Gewinn dagegen leicht um 20 Millionen auf 2 Milliarden Dollar.

In der Unterhaltungssparte verringerte der Verkaufserfolg der Spielkonsole Xbox den Verlust auf 179 Millionen Dollar nach einem Minus von 340 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Auch die Sparte, die Software für Handys und Terminplaner produziert, verringerte ihren Verlust. Dank eines starken Umsatzzuwachses verkleinerte sich das Minus von 39 auf 14 Millionen Dollar. Im laufenden Geschäftsjahr erwartet Microsoft einen Gewinn je Aktie von 1,27 bis 1,32 Dollar bei einem Umsatz von 43,7 bis 44,5 Milliarden Dollar.

„Performance kaum zu halten“

„Es ist schwer zu glauben, daß sie mit Zahlen kommen konnten, die so immens waren, wie die von Unternehmen wie Exxon, aber sie haben es getan“, sagte Fred Burke, Fondsmanager bei Johnson Lemon Asset Management in Washington. „Es gibt viele Investoren am Markt, die davon ausgehen, daß Microsoft eine derartige Performance in der Zukunft nicht beibehalten kann“, sagte er unter Verweis auf die Reaktion der Aktien des Unternehmens im nachbörslichen Handel: Microsoft-Titel sanken um 54 Cent auf 25,90 Dollar, nachdem sie den Handel an der Nasdaq mit 26,44 Dollar verlassen hatten.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters, AP
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