Home
http://www.faz.net/-gqm-ry6h
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Software Microsoft will Windows-Quellcode offenlegen

25.01.2006 ·  Microsoft hat sich bereit erklärt, entsprechend den Forderungen der EU-Kommission den Programmcode seines Windows-Betriebssystems zu lizenzieren. Damit könnten andere Firmen Einblick in das Microsoft-Betriebssystem nehmen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Microsoft hat sich am Mittwoch bereit erklärt, entsprechend den Forderungen der EU-Kommission den Programmcode seines Windows-Betriebssystems zu lizenzieren. Damit könnten andere Firmen Einblick in die grundlegenden Bausteine des Betriebssystems nehmen, um ihre Produkte besser an Windows anzupassen. Bislang hatte Microsoft dies mit Verweis auf die Wettbewerbssituation abgelehnt. Microsofts Rechtsberater Brad Smith sprach von einem „mutigen Schritt“.

Eine Lizenzierung des Programmcodes bedeute, daß Firmen, die daran Interesse haben, dafür bezahlen müssen, erklärte Smith. Er dürfe keineswegs kostenlos verbreitet werden. Microsoft habe gerade damit begonnen, auf beiden Seiten des Atlantiks die Einzelheiten der Lizenzpolitik vorzustellen, die Regulierungsbehörden wollten erst einmal „alle Einzelheiten“ sehen.

Die EU-Kommission hatte Microsoft im März 2004 wegen Mißbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung zu einer Rekordstrafe von 497 Millionen Euro verurteilt und das Unternehmen aufgefordert, den Windows-Programmcode auch Konkurrenten zugänglich zu machen sowie eine Windows-Version ohne den Media Player anzubieten. Im vergangenen Monat drohte die EU-Kommission dann wegen Mißachtung dieser Anordnung mit einer Strafe von zwei Millionen Euro täglich rückwirkend zum 15. Dezember. Microsoft hat gegen den Beschluß beim EU-Gericht erster Instanz geklagt. Eine Anhörung findet frühestens vom 24. bis 28. April statt.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Böses Spiel

Von Holger Steltzner

Mit größter Selbstverständlichkeit und in unerträglichem Ausmaß zahlt die Elite Griechenlands keine Steuern und flüchtet mit Milliarden ins Ausland - und jede griechische Regierung lässt sie gewähren. In den Geberländern wächst die Wut der Steuerzahler. Mehr 39 144

29.05.2012 12:37 Uhr
  Vortag
Dax 6.344,65 +0,34%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.383,18 +0,47%
Dow Jones 12.454,80 −0,60%
EUR/USD 1,2528 −0,11%
Rohöl Brent Crude 106,82 $ −0,41%
Gold 1.574,60 $ +0,32%
Umfrage

Anonym bewerben? Ist das gut?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.