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Software Microsoft warnt vor überhöhten Erwartungen an Vista

 ·  Steve Ballmer rudert zurück: Windows Vista werde wohl doch nicht für einen „riesigen Wachstumsschub“ sorgen. Analysten halten die Prognose für die übliche Schwarzmalerei des Software-Riesens.

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Microsoft-Chef Steve Ballmer hat vor überzogenen Umsatzerwartungen beim neuen Betriebssystem Vista
gewarnt. “Einige der Umsatz-Modelle und Vorhersagen, die ich für Windows Vista gesehen habe, sind übermäßig aggressiv“, sagte Microsoft-CEO vor Analysten mit Blick auf deren Schätzungen.

Der PC-Absatz werde dank Vista im Geschäftsjahr 2008 (ab Anfang Juli) zwar einen Schub bekommen, die normalen Wachstumsraten sollten aber nicht drastisch übertroffen werden.

Konservativer Finanzausblick

Microsoft hatte Ende Januar zum weltweiten Verkaufsstart des größten Konzern-Hoffnungsträgers erklärt, die Verbraucher würden schneller auf Vista umsteigen als bei früheren Aktualisierungen des Windows-Betriebssystems. Das hatte Spekulationen auf kräftige Umsatzsteigerungen geschürt.

Rick Sherlund, Analyst der Goldman Sachs Group, erwartet mit Vista im kommenden Geschäftsjahr einen Umsatzzuwachs von zehn Prozent auf 16,3 Milliarden Dollar. Nach Erwartungen von Charles Di Bona von
Sanford C. Bernstein könnte der Softwarekonzern sogar um 14 Prozent zulegen.

Möglicherweise folge Ballmer mit seiner Euphorie-Warnung aber auch nur Microsofts traditioneller Tendenz zu konservativen Finanzausblicken, schätzte Ken Allen, Analyst bei T. Rowe Pirce Associates.

Analysten ausgelacht

Für das laufende Geschäftsjahr geht Microsoft davon aus, dass der Umsatz mit Windows um elf bis zwölf Prozent über den 13,2 Milliarden Dollar des Vorjahrs liegt. Ballmer sagte nicht, um wieviel der Windows-Umsatz 2008 wohl zulegen wird.

Als ein Analyst von sechs Prozent sprach, lachte Ballmer und sagte, dies sei eine “kleine, aber nicht winzige“ Zahl. Microsoft-Aktien gaben außerbörslich mehr als ein Prozent nach. Der Optimismus der Investoren mit Blick auf die Vista-Einführung hatte den Aktienkurs seit Juni um 30 Prozent nach oben gezogen.

Insgesamt hat die Entwicklung von Vista, das nach über fünf Jahren das betagte Betriebssystem Windows XP ablöst, das Unternehmen rund sechs Milliarden Dollar gekostet.

Zwölf Prozent Umsatzsteigerung erwartet

Windows läuft auf rund 95 Prozent aller Computer weltweit. Für Microsoft ist es das Produkt, das den Gewinn am kräftigsten antreibt. Jeder Dollar Umsatz, der mit den Windows-Lizenzen gemacht wird, schlägt sich mit 75 Cent beim operativen Gewinn nieder.

Quelle: FAZ.NET mit Material von dpa und Reuters
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