Home
http://www.faz.net/-gqm-p67z
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Software Microsoft kündigt Billigversion von Windows an

11.08.2004 ·  Der Marktführer für PC-Software reagiert damit auf die in Asien besonders hohe Verbreitung von Raubkopien sowie auf die Konkurrenz des freien Betriebssystems Linux.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Der Softwarekonzern Microsoft hat eine deutlich preiswertere Version seines Computer-Betriebssystems Windows XP angekündigt, die ab Oktober 2004 verfügbar sein soll. Allerdings soll die Software unter dem Namen Windows XP Starter Edition nur in ärmeren Ländern auf den Markt gebracht werden, um dort die Verbreitung von Computern zu fördern. Die Starter Edition soll in ihrer Funktionalität eingeschränkt sein. Genaue Preise sind noch nicht bekannt.

Zunächst wird es nach Angaben des Konzerns Versionen für Thailand, Indonesien und Malaysia und zwei weitere noch nicht genannte Länder geben. Nach zwölf Monaten Pilotphase sollen dann länderspezifische Versionen in weiteren Sprachen folgen. Microsoft hatte bereits angekündigt, Windows im kommenden Jahr in 40 Sprachen anzubieten und damit die Zahl der bisherigen Sprachversionen zu verdoppeln.

Verbreitung von Windows-Raubkopien bekämpfen

Als Vertriebskanal für die abgespeckte Version des Betriebssystems sollen vor allem die Hersteller von vorkonfigurierten Computern (OEM) dienen, die die Geräte mit installiertem Betriebssystem ausliefern. In den drei genannten Ländern und dort vor allem in Thailand versuchen die Regierungen seit längerem, den ärmeren Bevölkerungsschichten durch öffentliche Förderprogramme Zugang zu Computern zu verschaffen. In Thailand hatte die Regierung daran gedacht, die so geförderten Rechner aus Preisgründen mit dem kostenlos verfügbaren Betriebssystem Linux auszustatten. Daher war damit gerechnet worden, daß Microsoft ein entsprechendes Angebot machen würde, um seine dominante Marktstellung zu verteidigen. Auch könnte der Konzern mit diesem Schritt die Verbreitung von Windows-Raubkopien bekämpfen, heißt es in Fachkreisen.

Als Einschränkungen der Funktionalität der Starter Edition nennt Microsoft unter anderem die Begrenzung auf drei gleichzeitig geöffnete Programme, die jeweils nur drei Fenster öffnen können. Zudem fehlt die Netzwerkfähigkeit - ein Internetzugang ist allerdings möglich. Auch wird die Bildauflösung gegenüber den Vollversionen von Windows deutlich reduziert.

Quelle: jcw. / Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.08.2004, Nr. 186 / Seite 16
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Böses Spiel

Von Holger Steltzner

Mit größter Selbstverständlichkeit und in unerträglichem Ausmaß zahlt die Elite Griechenlands keine Steuern und flüchtet mit Milliarden ins Ausland - und jede griechische Regierung lässt sie gewähren. In den Geberländern wächst die Wut der Steuerzahler. Mehr 39 144

29.05.2012 12:37 Uhr
  Vortag
Dax 6.344,65 +0,34%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.383,18 +0,47%
Dow Jones 12.454,80 −0,60%
EUR/USD 1,2528 −0,11%
Rohöl Brent Crude 106,82 $ −0,41%
Gold 1.574,60 $ +0,32%
Umfrage

Anonym bewerben? Ist das gut?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.