Home
http://www.faz.net/-gqm-pxah
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Software Microsoft akzeptiert EU-Auflagen

29.03.2005 ·  Die EU-Kommission kann sich im Kartellstreit gegen Microsoft bestätigt sehen: Der amerikanische Softwarekonzern wird eine Windows-Version ohne Media-Player anbieten und die Auflagen der Kommission berücksichtigen.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Der amerikanische Softwarekonzern Microsoft wird nach eigenen Angaben alle Hauptauflagen der EU bei der vereinfachten Version seines Betriebssystems Windows umsetzen.

„Wir haben heute die Kommission informiert, daß wir alle wichtigen Änderungen akzeptieren, die sie bei Windows-Version ohne Media-Player gefordert hatte“, sagte Microsoft-Anwalt Horacio Gutierrez am Dienstag.

Microsoft muß Warnhinweise entfernen

Die Kommission hatte Microsoft aufgefordert, eine Version von Windows ohne die Media-Player-Software anzubieten. Von Microsoft wurde dabei eine Reihe von Änderungen verlangt.

Die Modifikationen schlössen technische Änderungen und Entfernung von Warnhinweisen ein, daß bestimmte Software-Produkte ohne Media-Player nicht funktionierten, sagte Gutierrez weiter. Microsoft habe auch zugestimmt, ein Software-Paket anzubieten, das den Benutzern das Ersetzen von fehlenden Media-Dateien ermögliche, hieß es weiter.

Geldstrafe von 497 Millionen Euro

Erst vor wenigen Tagen hatte die Kommission bezweifelt, daß Microsoft seinen Konkurrenten ausreichend entgegenkomme, um Auflagen der Wettbewerbsbehörde zu erfüllen. Die Kommission hatte Microsoft neben einer Verhängung einer Geldstrafe von 497 Millionen Euro unter anderem verpflichtet, Konkurrenten Zugang zu Teilen seiner Server-Software zu geben, damit diese ihre Programme mit Microsoft-Servern verbinden können.

Nachdem ein EU-Gericht die Aussetzung der Auflage ablehnte, hatte Microsoft deren Umsetzung zugesagt. Beschwerden von Microsoft-Kunden und Konkurrenten zeigten, daß der Software-Konzern die Auflage nicht ausreichend umsetze, hatte die Kommission erklärt.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Böses Spiel

Von Holger Steltzner

Mit größter Selbstverständlichkeit und in unerträglichem Ausmaß zahlt die Elite Griechenlands keine Steuern und flüchtet mit Milliarden ins Ausland - und jede griechische Regierung lässt sie gewähren. In den Geberländern wächst die Wut der Steuerzahler. Mehr 39 144

29.05.2012 12:37 Uhr
  Vortag
Dax 6.344,65 +0,34%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.383,18 +0,47%
Dow Jones 12.454,80 −0,60%
EUR/USD 1,2528 −0,11%
Rohöl Brent Crude 106,82 $ −0,41%
Gold 1.574,60 $ +0,32%
Umfrage

Anonym bewerben? Ist das gut?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.