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Software Google und Sun vereint gegen Microsoft

05.10.2005 ·  Die Internetgesellschaft Google hat eine Allianz mit dem Netzwerkrechner-Spezialisten Sun Microsystems geschlossen. Die neue Partnerschaft könnte der Bürosoftware Office Konkurrenz machen.

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Die Internetgesellschaft Google hat eine Allianz mit dem Netzwerkrechner-Spezialisten Sun Microsystems geschlossen, die zu einer neuen Bedrohung für den weltgrößten Softwarekonzern Microsoft werden könnte. Eric Schmidt und Scott McNealy, die Vorstandsvorsitzenden von Google und Sun, kündigten die Partnerschaft bei einer Veranstaltung am Dienstag nachmittag kalifornischer Zeit an. Offenbar hat die in Mountain View (Kalifornien) ansässige Google Inc. diesmal vor allem die Bürosoftware Office im Visier und damit einen der wichtigsten Umsatzpfeiler für die Microsoft Corp. aus Redmond (Washington).

Google setzt damit die Serie von Attacken auf Microsoft fort, die sich längst nicht mehr nur auf das ursprüngliche Kerngeschäft mit der Internetsuche beschränkt. War Google zunächst vor allem ein Wettbewerber für die Microsoft-Internetsparte MSN, hat das Unternehmen in jüngster Zeit mit mehreren Produktneueinführungen weitaus größere Ambitionen an den Tag gelegt. Beispielsweise hat die vor einigen Wochen eingeführte neue Version des Informations- und Suchfensters Google Desktop Bausteine, die an wichtige Microsoft-Umsatzträger wie Office oder das Betriebssystem Windows erinnern.

Die nun geschlossene Allianz soll die gegenseitige Vermarktung von Produkten der beiden Unternehmen vorantreiben. Unter anderem will Google die lizenzgebührenfreien Programme Java und Open Office von der in Santa Clara (Kalifornien) ansässigen Sun Microsystems Inc. vertreiben. Open Office hat ähnliche Funktionen wie Microsoft Office, aber das Produkt von Microsoft dominiert den Markt. Zur Office-Software von Microsoft gehören unter anderem das Textverarbeitungsprogramm Word und die Tabellenkalkulationssoftware Excel. Das Office-Geschäft brachte Microsoft im Geschäftsjahr 2004/2005 (30. Juni) einen Umsatz von 11,0 Milliarden Dollar oder 28 Prozent vom Gesamtumsatz ein. Zum operativen Gewinn trug Office sogar 55 Prozent bei.

Sun will im Rahmen der Allianz die Google-Werkzeugleiste "Toolbar" als Option anbieten, wenn Computernutzer Java-Programm herunterladen. Die Leiste erlaubt unter anderem einen schnellen Zugang zur Internetsuche und hat Zusatzfunktionen, mit der sich etwa Internetwerbeanzeigen ausschalten lassen. Finanzielle Details zu der Kooperation wurden nicht bekanntgegeben. McNealy sagte lediglich, wenn die Zusammenarbeit erfolgreich sei, werde Geld "in beide Richtungen fließen".

Quelle: lid., F.A.Z., 05.10.2005, Nr. 231 / Seite 20
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