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Smartphones : Blackberry entwickelt keine Telefone mehr

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Hillary Clinton, im Jahr 2011 noch Außenministerin, checkt die Mails auf ihrem Blackberry. Bild: AP

Es war das erste weit verbreitete Smartphone. Nach der Jahrhundertwende wollte fast jeder Manager ein Blackberry haben. Jetzt aber distanziert sich der Hersteller von den Telefonen.

          Der Smartphone-Pionier Blackberry will nach andauernden Verlusten keine Smartphones mehr selbst entwickeln. Diese Arbeit solle an Partner ausgelagert werden, kündigte Blackberry-Chef John Chen am Mittwoch an. Ein Beispiel für die neue Strategie sei ein Telekom-Gemeinschaftsunternehmen in Indonesien, in dem Blackberry sich auf die Software-Entwicklung fokussiert.

          Blackberry hatte die Anfangsjahre des Smartphone-Geschäfts geprägt, seine Geräte wurden jedoch von Telefonen mit dem Android-System von Google und dem iPhone von Apple verdrängt. Der Marktanteil war zuletzt an die Marke von 0,1 Prozent geschrumpft.

          BLACKBERRY LTD

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          Chen richtet Blackberry nun vor allem auf das Geschäft mit Software und Dienstleistungen für Unternehmen aus und will so im laufenden Geschäftsjahr aus der Verlustzone kommen. Er hatte wiederholt angekündigt, dass er aus dem Hardware-Geschäft aussteigen werde, wenn es nicht aus den roten Zahlen kommt. Erwogen wurde auch schon, das eigene Betriebssystem aufzugeben und auf Android umzusteigen.

          Der Finanzchef geht

          In dem Ende August abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal verbuchte Blackberry einen Verlust von 372 Millionen US-Dollar nach einem kleinen Gewinn von 51 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Der Umsatz fiel von 490 auf 334 Millionen Dollar. Analysten hatten zwar mit höheren Erlösen gerechnet, doch unter dem Strich fiel das Ergebnis besser als erwartet aus. Das Unternehmen hob zudem den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr an.

          „Wir erreichen mit unserer Strategie einen Wendepunkt“, verkündete Vorstandschef Chen. Im zweiten Quartal sei der Software-Umsatz im Jahresvergleich verdoppelt worden. „Unsere finanzielle Basis ist stark und unsere Neuausrichtung auf Software greift.“ Auch Anleger reagierten positiv. Die Blackberry-Aktie legte am Mittwoch im vorbörslichen Handel in den Vereinigten Staaten zunächst um rund sechs Prozent zu. Seit Jahresbeginn hat der Kurs allerdings 15 Prozent eingebüßt.

          Blackberry kündigte außerdem an, dass Finanzchef James Yersh das Unternehmen aus „persönlichen Gründen“ am 31. Oktober verlassen werde. Als Nachfolger wurde Steven Capelli vorgestellt, der von der SAP-Tochter Sybase komme und über 25 Jahre Erfahrung in der Software- und Tech-Branche mitbringe. Capelli soll den neuen Job am 1. Oktober antreten.

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