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Schwacher Geschäftsausblick Deutsche kaufen alle 30 Sekunden Damenschuhe auf Ebay

 ·  Die Internet-Handelsplattform Ebay nimmt deutlich mehr ein und auch bei der Konzerntochtergesellschaft PayPal läuft das Geschäft. Für die kommenden Monate macht sich der Firmenchef aber Sorgen.

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Die unsichere Wirtschaftslage in manchen Teilen der Welt bereitet der Internethandelsplattform Ebay offenbar Sorgen. „Der gesamtwirtschaftliche Gegenwind in Europa und Korea stellt auch im zweiten Halbjahr eine Herausforderung dar“, sagte Firmenchef John Donahoe während er die Geschäftszahlen für die zurückliegenden drei Monate bekanntmachte. Die waren allerdings nicht schlecht: „Wir hatten ein starkes zweites Quartal.“

Ebay hatte im zweiten Quartal seinen Umsatz um 14 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar (3 Milliarden Euro) steigern können. Dazu trug vor allem die zu dem Unternehmen gehörende Bezahlgesellschaft PayPal bei, die doppelt so schnell wuchs wie der Online-Marktplatz Ebay. Allerdings legten die Kosten noch rasanter zu, so dass der Gewinn letztlich um 8 Prozent auf unterm Strich 640 Millionen Dollar schrumpfte.

Tatsächlich störten sich die Anleger allerdings wesentlich an dem als verhalten wahrgenommen Ausblick auf die kommenden Monate. Der Ebay-Aktienkurs sank im nachbörslichen Handel um mehr als 6 Prozent.

Mehr als 130 Millionen PayPal-Konten

Auf dem Ebay-Marktplatz tummeln sich mittlerweile annähernd 120 Millionen aktive Nutzer, 15 Millionen mehr als noch vor einem Jahr. Immer wichtiger wird dabei der Einkauf über internetfähige Mobiltelefone oder Tablet-Computer. „Alle 30 Sekunden wird beispielsweise bei Ebay in Deutschland ein Paar Damenschuhe mobil gekauft“, sagte Geschäftsführer Martin Tschopp.

Während in der Anfangszeit von Ebay zumeist Gebrauchtwaren von Privatleuten angeboten wurden, sind es mittlerweile vor allem Neuwaren von Händlern zu festen Preisen. Ebay lebt dabei von Gebühren für getätigte Geschäfte - im Unterschied zum großen Konkurrenten Amazon. Amazon verkauft auch selbst - das Unternehmen berichtet in der kommenden Woche über sein Quartalsgeschäft.

Der Bezahldienst PayPal verzeichnet mittlerweile mehr als 132 Millionen Konten, das sind 19 Millionen mehr als noch vor einem Jahr. Auch hier sind es Gebühren für Transaktionen, die Ebay das Geld bringen. Drittes Standbein des Konzerns ist der Handelsdienstleister GSI, der beispielsweise Online-Shops für Kunden aufsetzt.

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