Home
http://www.faz.net/-gqm-7bc1d
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Schwacher Geschäftsausblick Deutsche kaufen alle 30 Sekunden Damenschuhe auf Ebay

Die Internet-Handelsplattform Ebay nimmt deutlich mehr ein und auch bei der Konzerntochtergesellschaft PayPal läuft das Geschäft. Für die kommenden Monate macht sich der Firmenchef aber Sorgen.

© dpa Vergrößern Ebay hat mehr als 120 Millionen aktive Nutzer

Die unsichere Wirtschaftslage in manchen Teilen der Welt bereitet der Internethandelsplattform Ebay offenbar Sorgen. „Der gesamtwirtschaftliche Gegenwind in Europa und Korea stellt auch im zweiten Halbjahr eine Herausforderung dar“, sagte Firmenchef John Donahoe während er die Geschäftszahlen für die zurückliegenden drei Monate bekanntmachte. Die waren allerdings nicht schlecht: „Wir hatten ein starkes zweites Quartal.“

Ebay hatte im zweiten Quartal seinen Umsatz um 14 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar (3 Milliarden Euro) steigern können. Dazu trug vor allem die zu dem Unternehmen gehörende Bezahlgesellschaft PayPal bei, die doppelt so schnell wuchs wie der Online-Marktplatz Ebay. Allerdings legten die Kosten noch rasanter zu, so dass der Gewinn letztlich um 8 Prozent auf unterm Strich 640 Millionen Dollar schrumpfte.

Tatsächlich störten sich die Anleger allerdings wesentlich an dem als verhalten wahrgenommen Ausblick auf die kommenden Monate. Der Ebay-Aktienkurs sank im nachbörslichen Handel um mehr als 6 Prozent.

Mehr als 130 Millionen PayPal-Konten

Auf dem Ebay-Marktplatz tummeln sich mittlerweile annähernd 120 Millionen aktive Nutzer, 15 Millionen mehr als noch vor einem Jahr. Immer wichtiger wird dabei der Einkauf über internetfähige Mobiltelefone oder Tablet-Computer. „Alle 30 Sekunden wird beispielsweise bei Ebay in Deutschland ein Paar Damenschuhe mobil gekauft“, sagte Geschäftsführer Martin Tschopp.

Während in der Anfangszeit von Ebay zumeist Gebrauchtwaren von Privatleuten angeboten wurden, sind es mittlerweile vor allem Neuwaren von Händlern zu festen Preisen. Ebay lebt dabei von Gebühren für getätigte Geschäfte - im Unterschied zum großen Konkurrenten Amazon. Amazon verkauft auch selbst - das Unternehmen berichtet in der kommenden Woche über sein Quartalsgeschäft.

Der Bezahldienst PayPal verzeichnet mittlerweile mehr als 132 Millionen Konten, das sind 19 Millionen mehr als noch vor einem Jahr. Auch hier sind es Gebühren für Transaktionen, die Ebay das Geld bringen. Drittes Standbein des Konzerns ist der Handelsdienstleister GSI, der beispielsweise Online-Shops für Kunden aufsetzt.

Mehr zum Thema

Quelle: DPA/FAZ.NET

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Bezahldienste Alibaba will mit Apple gemeinsame Sache machen

Es wäre eine Zusammenarbeit unter Riesen: Chinas Internetkonzern Alibaba will beim Bezahldienst mit Apple kooperieren. Noch in dieser Woche treffen sich die beiden Firmen-Chefs. Mehr

28.10.2014, 10:20 Uhr | Finanzen
Sind unsere Online-Konten sicher?

Hacker-Angriffe sind keine Seltenheit mehr. Aber ist als Online-Banking-Kunde mein Geld tatsächlich in Gefahr? F.A.Z.-Redakteur Franz Nestler klärt auf. Mehr

27.08.2014, 13:28 Uhr | Wirtschaft
Online-Handel Amazon schockt Anleger mit hohem Verlust

Die Investoren sind die roten Zahlen des weltgrößten Online-Händlers längst gewohnt: Diesmal schneidet Amazon allerdings besonders schlecht ab. Und setzt noch eine kuriose Prognose obendrauf. Das kommt schlecht an. Mehr

24.10.2014, 07:30 Uhr | Wirtschaft
Bad Hersfeld Streik bei Amazon

Die Mitarbeiter des Online-Versandhändlers wollen höhere Löhne, mehr Sicherheit und einen Tarifvertrag. Dafür gehen sie an zahlreichen Standorten in Deutschland in den Ausstand. Mehr

28.10.2014, 10:17 Uhr | Wirtschaft
Twitter und Amazon Die hippen Internet-Verlustmacher

Die hohen Verluste von Twitter und Amazon alarmieren die Anleger. Wie lange können die Internetkonzerne das Minusgeschäft durchhalten? Eine Analyse. Mehr Von Martin Gropp

28.10.2014, 14:05 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 18.07.2013, 07:26 Uhr


Aktienkurse
Name Kurs Änderung
  Nasdaq 100 --  --
  Facebook --  --
  Google --  --
  Apple --  --
  Zynga --  --

Geld rettet Japan nicht

Von Carsten Germis

Die japanische Zentralbank überrascht die Märkte mit einer noch weiteren Öffnung der geldpolitischen Schleusen. Doch das rettet das Land nicht. Mehr 5 11

Grafik des Tages Womit im Umweltschutz am meisten verdient wird

Deutsche Wind- und Solarenergie sind weltweit gefragt. Das gilt auch für andere Bereiche aus dem Umweltschutz, wie unsere Grafik des Tages zeigt. Mehr 1


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --