Home
http://www.faz.net/-gqm-772f4
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Schadsoftware bei Mitarbeitern Apple wird Opfer eines Hacker-Angriffs

Die Mac-Computer von Apple sind eigentlich dafür bekannt, dass Nutzer sich wenig Sorgen über Schadsoftware machen müssen. Doch nun wurden auch die Rechner von Apple-Mitarbeitern von Hackern angegriffen, Daten seien aber nicht geklaut worden.

© REUTERS Vergrößern Die Rechner von Apple-Mitarbeitern waren mit Schadsoftware befallen.

Auch Apple ist zusammen mit Facebook und anderen Internet-Firmen Ziel eines Hacker-Angriffs geworden. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass irgendwelche Daten das Unternehmen verlassen hätten, teilte Apple mit. Eine geringe Anzahl von Computern von Mitarbeitern sei von Schadsoftware befallen gewesen. Nach Informationen der Finanznachrichtenagentur Bloomberg war dies Teil eines Angriffs aus Osteuropa, von dem bis zu 40 Unternehmen betroffen gewesen seien.

Die Hacker hätten dasselbe Programm eingesetzt, mit dem im vergangenen Monat das Online-Netzwerk Facebook ins Visier genommen wurde, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf informierte Personen. Medienberichten zufolge wurden die Computer befallen, wenn Mitarbeiter eine infizierte Website für Entwickler mobiler Programme besuchten.

Mehr zum Thema

„Attacke am Wasserloch“

Manche Sicherheitsexperten bezeichnen die Taktik als „Attacke am Wasserloch“ - weil die Opfer selbst aus verschiedenen Richtungen zu den Angreifern kommen.
Auch der Einbruch bei Twitter, bei dem möglicherweise bis zu 250.000 verschlüsselte Passwörter entwendet wurden, wird mit diesem Angriff in Verbindung gebracht. Twitter hatte die betroffenen Nutzer die Passwörter vorsorglich austauschen lassen.

Auch Facebook hat nach Angaben vom Wochenende keine Anzeichen dafür, dass Nutzerdaten in Mitleidenschaft gezogen worden seien. In beiden Fällen diente eine zuvor nicht bekannte Schwachstelle in der Java-Software als Einfallstor. Apple will die Sicherheitslücke mit einem Software-Update stopfen. Java ist weit verbreitet im Internet, gilt aber schon seit einiger Zeit als Sicherheitsrisiko.

Ermittler vermuteten die Urheber der Attacken in Osteuropa und hätten in zumindest einem Fall die Spur in die Ukraine zurückverfolgt, berichtete Bloomberg. Ziel sei es wohl gewesen, Informationen wie Firmengeheimnisse zu sammeln, die später weiterverkauft werden können. Zudem kann man Wissen über Mitarbeiter für personalisierte Angriffe zum Beispiel per E-Mail einsetzen, und dadurch ins Firmen-Netzwerk gelangen.

Quelle: DPA

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Privatsphäre Apple startet Datenschutzoffensive

Der Elektronikkonzern verspricht seinen Kunden auf einer neuen Internetseite Privatsphäre und Sicherheit – und spart dabei nicht mit Seitenhieben auf die Konkurrenz. Mehr Von Roland Lindner, New York

18.09.2014, 03:41 Uhr | Wirtschaft
Ausspähsichere Assoziativcomputer

Ein Computer, der immun ist gegen Viren, Schadsoftware oder Spähprogramme? Fast zu schön, um wahr zu sein. Forscher der Uni Hildesheim sind dabei, eine solche Wundermaschine zu entwickeln: ein Assoziativcomputer. Mehr

04.06.2014, 11:22 Uhr | Technik-Motor
Apples mobiles Betriebssystem Das sind die Neuerungen in iOS 8

Von diesem Mittwochabend an können iPhone-Besitzer ihr Betriebssystem auf iOS 8 aktualisieren. Es gibt einige feine Veränderungen aber auch völlig neue Apps. Auf eine Funktion muss man aber noch warten. Mehr Von Marco Dettweiler und Michael Spehr

17.09.2014, 12:38 Uhr | Technik-Motor
Razzia gegen Schadsoftware-Vertreiber

Bei einer Razzia gegen die Vertreiber und Nutzer einer Blackshades Schad-Software in 16 Staaten - darunter Deutschland - sind knapp 100 Personen festgenommen worden. Neben Computern, Handys und Festplatten wurden auch Bargeld, Waffen und Drogen beschlagnahmt. Mehr

20.05.2014, 13:52 Uhr | Gesellschaft
Neues Werbenetzwerk So verfolgt Facebook seine Nutzer durchs Internet

Facebook kontrolliert künftig, auf welchen Webseiten seine Mitglieder unterwegs sind. Damit sie für Werbung besser erreichbar werden. Mehr Von Jonas Jansen

24.09.2014, 14:42 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 20.02.2013, 08:40 Uhr


Aktienkurse
Name Kurs Änderung
  Nasdaq 100 --  --
  Facebook --  --
  Google --  --
  Apple --  --
  Zynga --  --

Paris erfrischend kaltblütig

Von Christian Schubert, Paris

Die französische Familienpolitik verschlingt viel Geld. Jetzt will die sozialistische Regierung einige Leistungen kürzen. Gut so! Sie sollte auch noch andere Wohltaten unter die Lupe nehmen. Mehr

Grafik des Tages Wo die Milliardäre wohnen

In den Vereinigten Staaten wohnen mit Abstand die meisten Superreichen der Welt. Deutschland ist unter ihnen aber auch beliebt - in Europa liegt nur ein Land vor der Bundesrepublik. Mehr 2


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --