http://www.faz.net/-gqe-772f4

Schadsoftware bei Mitarbeitern : Apple wird Opfer eines Hacker-Angriffs

  • Aktualisiert am

Die Rechner von Apple-Mitarbeitern waren mit Schadsoftware befallen. Bild: REUTERS

Die Mac-Computer von Apple sind eigentlich dafür bekannt, dass Nutzer sich wenig Sorgen über Schadsoftware machen müssen. Doch nun wurden auch die Rechner von Apple-Mitarbeitern von Hackern angegriffen, Daten seien aber nicht geklaut worden.

          Auch Apple ist zusammen mit Facebook und anderen Internet-Firmen Ziel eines Hacker-Angriffs geworden. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass irgendwelche Daten das Unternehmen verlassen hätten, teilte Apple mit. Eine geringe Anzahl von Computern von Mitarbeitern sei von Schadsoftware befallen gewesen. Nach Informationen der Finanznachrichtenagentur Bloomberg war dies Teil eines Angriffs aus Osteuropa, von dem bis zu 40 Unternehmen betroffen gewesen seien.

          Die Hacker hätten dasselbe Programm eingesetzt, mit dem im vergangenen Monat das Online-Netzwerk Facebook ins Visier genommen wurde, berichtete das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf informierte Personen. Medienberichten zufolge wurden die Computer befallen, wenn Mitarbeiter eine infizierte Website für Entwickler mobiler Programme besuchten.

          „Attacke am Wasserloch“

          Manche Sicherheitsexperten bezeichnen die Taktik als „Attacke am Wasserloch“ - weil die Opfer selbst aus verschiedenen Richtungen zu den Angreifern kommen.
          Auch der Einbruch bei Twitter, bei dem möglicherweise bis zu 250.000 verschlüsselte Passwörter entwendet wurden, wird mit diesem Angriff in Verbindung gebracht. Twitter hatte die betroffenen Nutzer die Passwörter vorsorglich austauschen lassen.

          Auch Facebook hat nach Angaben vom Wochenende keine Anzeichen dafür, dass Nutzerdaten in Mitleidenschaft gezogen worden seien. In beiden Fällen diente eine zuvor nicht bekannte Schwachstelle in der Java-Software als Einfallstor. Apple will die Sicherheitslücke mit einem Software-Update stopfen. Java ist weit verbreitet im Internet, gilt aber schon seit einiger Zeit als Sicherheitsrisiko.

          Ermittler vermuteten die Urheber der Attacken in Osteuropa und hätten in zumindest einem Fall die Spur in die Ukraine zurückverfolgt, berichtete Bloomberg. Ziel sei es wohl gewesen, Informationen wie Firmengeheimnisse zu sammeln, die später weiterverkauft werden können. Zudem kann man Wissen über Mitarbeiter für personalisierte Angriffe zum Beispiel per E-Mail einsetzen, und dadurch ins Firmen-Netzwerk gelangen.

          Quelle: DPA

          Weitere Themen

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Chinas Einfluss : Die Schlinge in Hongkong zieht sich zu

          Lange haben sich die Bewohner Hongkongs gegen den Einfluss Chinas gewehrt. Selbst bei Regen gingen sie auf die Straße, um demokratische Rechte einzufordern. Nun erhöht China den Druck.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.