http://www.faz.net/-gqe-741lh
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 01.11.2012, 08:33 Uhr

Schadenersatz wegen Windows-8-Design Technologiefirma klagt gegen Microsoft

Die kleine amerikanische Firma Surfcast hat Klage gegen den Software-Riesen Microsoft eingereicht und fordert Schadenersatz. Die Software-Kacheln im Windows-8-Design verstießen gegen ein Surfcast-Patent, hieß es in der Begründung.

© dpa Microsoft und Surfcast streiten über die Patentrechte für das Kachel-Design

Das neue Design des Betriebssystems Windows mit seinen interaktiven Kacheln hat Microsoft eine Patentklage eingebracht. Wenige Tage nach dem Marktstart der neuen Windows-Familie zog die kleine amerikanische Firma Surfcast vor Gericht. Die Software-Kacheln, die aktuelle Informationen verschiedener Programme oder Dienste anzeigen können, verstießen gegen ein Surfcast-Patent, hieß es in der Klage. Die Firma verlangt Schadenersatz in nicht genannter Höhe.

Das Unternehmen aus Portland bezeichnet sich als Spezialist für Betriebssystem-Technologien und hat bisher vier Patente zugesprochen bekommen. Das gegen Microsoft ins Feld geführte Patent mit der amerikanischen Nummer 6724403 wurde im Jahr 2000 beantragt und 2004 gewährt. Es behandelt die „gleichzeitige Anzeige mehrerer Informationsquellen“. Surfcast-Chef Ovid Santoro betonte: „Wir haben das Konzept der Kacheln in den 1990er Jahren entwickelt, es war seiner Zeit voraus.“ Microsoft hält ebenfalls ein Patent für das Kachel-Design. Es wurde 2006 beantragt und 2011 gewährt.

Die interaktiven Kacheln führte Microsoft zwar schon vor zwei Jahren mit seinem Smartphone-Betriebssystem Windows Phone 7 ein - allerdings wurde der Software-Riese erst jetzt mit dem Tablet Surface selbst zum Geräte-Hersteller und kann von Surfcast direkt angegriffen werden. Microsoft brachte in den vergangenen Tagen das PC-Betriebssystem Windows 8, die vor allem für Tablet-Computer gedachte abgespeckte Variante Windows RT sowie die Smartphone-Software Windows Phone 8 auf den Markt. In allen sind die interaktiven Kacheln ein zentrales Element.

Mehr zum Thema

Es ist nicht das erste rechtliche Problem, das Microsoft mit diesen Kacheln hat. Die Oberfläche trug ursprünglich den Namen „Metro“, der jedoch vor einigen Monaten abrupt fallengelassen wurde. Laut Medienberichten hatte der deutsche Handelskonzern Metro Markenrechte geltend gemacht.

Quelle: dpa-AFX

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Windows-10-Update Wer sparen will, muss sich beeilen

Wer noch ohne zusätzliche Kosten Windows 10 bekommen möchte, muss sich beeilen. Bald kostet die Software als Vollversion richtig viel Geld. Mehr

28.07.2016, 12:03 Uhr | Finanzen
Zwei Meter großer Fußabdruck Riesen-Saurierspur in Bolivien gefunden

Der über einen Meter große Fußabdruck befindet sich rund 60 Kilometer außerhalb der Stadt Sucre. Er könnte von einem zweibeinigen Dinosaurier stammen. Mehr

29.07.2016, 16:19 Uhr | Wissen
Arbeitsplätze Microsoft streicht fast 3000 Stellen

Der Konzern hatte zuletzt seine Aktivitäten im Smartphone-Geschäft drastisch zurückgefahren. Mehr

29.07.2016, 10:08 Uhr | Wirtschaft
England Dieses Smartphone verändert seine Form

Forscher aus Großbritannien entwickeln ein Smartphone, das seine Form ändern kann. Statt des klassisch flachen Aufbaus soll es etwa auch die Form eines Spielecontrollers annehmen können. Bis zu 200 miteinander verbundene Würfel sollen ihren Aufbau passend zum Anwendungsgebiet verändern. Mehr

28.07.2016, 19:21 Uhr | Technik-Motor
Flexibel sein und sparen Darum lohnt sich ein Dual-Sim-Smartphone

Zwei Sim-Karten und zwei Rufnummern: Das bedeutet jedoch nicht, dass man ständig zwei Telefone herumträgt. In aller Welt gibt es Dual-Sim-Geräte. Mehr Von Michael Spehr

26.07.2016, 16:23 Uhr | Technik-Motor
Technik-Aktien
Name Kurs %
NASDAQ 100 -- --
APPLE -- --
ALPHABET INC.CL.A DL-,001 -- --
FACEBOOK INC.A DL-,000006 -- --
ZYNGA INC. DL -,01 -- --
TecDAX ® -- --
UTD.INTERNET -- --
ZALANDO SE -- --
ROCKET INTERNET SE -- --

Minister Gabriel beim Mauscheln

Von Rainer Hank

Edeka darf Kaiser’s Tengelmann nicht übernehmen. Obwohl der Wirtschaftsminister es erlaubt hat. Der hat recht – aber doofe Argumente. Ein Kommentar. Mehr 4 10