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Cyberangriff : Politiker fordern besseren Schutz gegen Hacker

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Ausgefallene Anzeigentafel der Deutschen Bahn am Hauptbahnhof in Frankfurt am Main Bild: EPA

Nach der globalen Cyberattacke plädieren Union und SPD für Gesetzesverschärfungen. Computerhersteller sollen gezwungen werden, für mehr Sicherheit zu sorgen.

          Nach dem Hackerangriff auf Computersysteme in aller Welt wird in Deutschland der Ruf nach Gesetzesverschärfungen lauter. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt plädiert für eine Änderung des IT-Sicherheitsgesetzes. Die IT-Sicherheit sei nur gewährleistet, wenn die Bedrohungslage ständig beobachtet und die Sicherheitsarchitektur ständig weiterentwickelt werde. „Dabei ist wichtig, dass bei IT-Störungen zwingend die Ereignisse an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik gemeldet werden, um daraus Schlüsse zu ziehen und im Zweifel Gegenmaßnahmen zu entwickeln“, erklärt der CSU-Politiker in der „Passauer Neuen Presse“. „Dazu müssen im IT-Sicherheitsgesetz die Vorkehrungen getroffen werden.“ Für Deutschland sei der Schutz der kritischen Infrastrukturen mittlerweile „zu einer existenziellen Frage geworden“.

          Zuvor hatte bereits Innenminister Thomas de Maizière (CDU) gefordert, sein Gesetzentwurf zu verbesserter IT-Sicherheit in Transport- , Gesundheits- und Finanznetzen müsse nun beschlossen werden.

          Nach Angaben der europäischen Polizeibehörde Europol wurden mindestens 200.000 Computersysteme in 150 Ländern von der jüngsten Hackerattacke getroffen. In Deutschland fielen bei der Bahn Anzeigetafeln und Fahrscheinautomaten aus. Die dabei verwendete Schadsoftware nutzte eine Lücke im Windows-Betriebssystem XP von Microsoft aus. Der IT-Experte der SPD, Lars Klingbeil, sprach von einem Warnschuss. In der „Rheinischen Post" plädierte er für eine Ausweitung der Produkthaftung. Damit sollten die Hersteller zu regelmäßigen Updates sowie Produkten mit erhöhter Sicherheit gezwungen werden.

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