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Online-Handel Amazon.de setzt 1,1 Milliarden Dollar um

25.02.2007 ·  Der weltgrößte Online-Händler Amazon hat erstmals Geschäftszahlen für Deutschland bekanntgegeben. „Amazon.de hat im vergangenen Jahr mehr als 1,1 Milliarden Dollar Umsatz erzielt", sagte Geschäftsführer Ralf Kleber.

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Der weltgrößte Online-Händler Amazon hat erstmals Geschäftszahlen für Deutschland bekanntgegeben. „Amazon.de hat im vergangenen Jahr mehr als 1,1 Milliarden Dollar Umsatz erzielt“, sagte der Deutschland-Geschäftsführer Ralf Kleber dieser Zeitung. Die genaue Zahl darf Kleber wegen der strengen Börsenregeln in den Vereinigten Staaten nicht nennen; sie dürfte aber ein gutes Stück darüber liegen. In aller Welt hat Amazon 2006 Produkte im Wert von 10,7 Milliarden Dollar umgesetzt, davon rund die Hälfte außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanadas.

Wachstum aus neuen Kategorien

Amazon hat seine Produktpalette in den vergangenen Jahren stark ausgeweitet und verkauft in Deutschland neben Medienprodukten wie Büchern und DVDs inzwischen auch Elektronik, Küchengeräte, Spielwaren und Sportartikel. „Unser Wachstum wird vor allem von neu hinzukommenden Kategorien und den bestehenden Kategorien getrieben, die nicht zu den Medien gehören, weil deren Durchschnittspreis höher liegt. Auf lange Sicht leitet sich daraus eine interessante Dynamik ab, die uns nachhaltig starkes Wachstum bringt“, sagte Kleber. Einen wesentlichen Beitrag dürfte die Unterhaltungselektronik liefern. Insgesamt erzielt das Unternehmen aber rund zwei Drittel seines Umsatzes im internationalen Geschäft mit Medienprodukten.

Uhren, Bekleidung, Medikamente

Als weitere Kategorie in Deutschland kann sich Kleber Uhren vorstellen. „Uhren sind ein sehr interessantes Segment. Ebenso wie Bekleidung, Schuhe oder frei handelbare Medikamente. Da wir bereits Vitaminpräparate verkaufen, ist der Weg zu den Medikamenten nicht mehr weit“, sagte Kleber. Amazon entwickelt sich immer stärker zu einer Plattform auch für andere Händler. „In aller Welt bieten mehr als 1,1 Millionen Händler ihre Produkte auf Amazon-Websites an. Sie haben im vergangenen Quartal rund 25 Prozent aller Produkte verkauft“, sagte Kleber. Dafür müssen die Händler einen Teil ihres Umsatzes an Amazon abliefern, zum Beispiel 15 Prozent des Verkaufspreises eines Buchs.

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