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Online-Banking Banken gründen Zahlsystem für das Internet

13.02.2006 ·  Giropay, das neue Zahlsystem der Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken und der Postbank soll den Kunden den Einkauf im Netz erleichtern. Doch das System wird wegen seiner Schwachstellen bereits jetzt kritisiert.

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Die Sparkassen, die Volks- und Raiffeisenbanken und die Postbank haben gemeinsam das Internet-Zahlsystem Giropay gestartet.

Die Kunden der Unternehmen, die bereits Online-Banking nutzen, können das neue System von Ende Februar an für Käufe mit dem Zahlsystem Paypal auf dem Online-Marktplatz Ebay einsetzen. Weitere Einsatzfelder sollen folgen. Giropay führe bereits Gespräche mit großen Internet-Händlern, sagte Martin Schöner, Geschäftsführer der Giropay GmbH, am Montag. Außerdem solle das System anderen Kreditinstituten angeboten werden.

Kaufen mit Pin und Tan

Giropay funktioniert nach Unternehmensangaben wie eine Online-Überweisung. Der Käufer wird von der Internetseite des Händlers zum Onlineangebot seiner Hausbank geleitet. Dort muß er sich wie gewohnt mit der Eingabe seiner Kontodaten, meist der persönlichen Identifikationsnummer (Pin), ausweisen.

Ein Überweisungsträger ist dann bereits mit den Daten aus dem Online-Shop ausgefüllt, so daß die Überweisung nur mit einer Transaktionsnummer (Tan) bestätigt werden muß. Der Verkäufer erhält eine Nachricht mit der Zahlungsgarantie und schneller als bei Nachnahme oder Lastschrift auch sein Geld. Weitere Kosten fallen für die Nutzer nicht an; zusätzliche Software muß nicht installiert werden.

Giropay wird schon kritisiert

Die einzelnen Sparkassen und Volksbanken müssen ihre Zustimmung zur Teilnahme noch erteilen. Schöner rechnet damit, daß bis zum Sommer zwei Drittel dieser Banken angeschlossen sind. Die Postbank ist von Anfang an dabei. Nach Ansicht von Mathias Entenmann, Leiter des internationalen Geschäftes der Ebay-Tochtergesellschaft Paypal, halten sich deutsche Internetnutzer beim Einkauf im Netz sehr zurück.

„Es werden Warenkörbe gefüllt, aber am Ende kommt es häufig nicht zum Abschluß des Einkaufs“, sagte Entenmann, der im Jahr 2003 das von ihm aufgebaute Handyzahlsystem Paybox schließen mußte. Das neue Verfahren wurde in Internetforen scharf kritisiert: Giropay setze weiter auf das umstrittene Pin/Tan-Verfahren, das Internetbetrüger häufig für Überweisungen auf ihre eigenen Konten ausgetrickst haben.

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Von Holger Steltzner

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29.05.2012 12:31 Uhr
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