Der amerikanische Softwarehersteller Microsoft hat im vergangenen Quartal seinen ersten Verlust als Aktiengesellschaft verbucht. Das Unternehmen erwirtschaftete von April bis Juni ein Minus von 492 Millionen Dollar (401 Millionen Euro). Verantwortlich dafür seien Abschreibungen in Höhe von 6,2 Milliarden Dollar (fünf Milliarden Euro) nach dem Kauf einer Firma für Onlinewerbung, teilte das Unternehmen an diesem Donnerstag mit. Microsoft ist seit 26 Jahren an der Börse.
Der Softwareriese hatte die Firma Aquantive 2007 für 6,3 Milliarden Dollar erworben, verlor jedoch dennoch große Marktanteile in der Internetwerbung an den Konkurrenten Google. Somit ließ sich die vom Management prognostizierte Rendite nicht erzielen und Aquantive verlor an Wert.
Der Umsatz legte in dem Ende Juni beendeten vierten Geschäftsquartal um 3,9 Prozent auf 18,06 Milliarden Dollar (14,7 Mrd Euro) zu. Es war ein Rekordwert, wie Konzernchef Steve Ballmer nach Börsenschluss betonte. Im gesamten Jahr stieg der Umsatz um 5,4 Prozent auf den Bestwert von 73,7 Milliarden Dollar. Der Jahresgewinn fiel um gut ein Viertel auf 16,98 Milliarden Dollar.
Microsoft war nie wirklich gut
Klaus Letis (odysseus_8)
- 20.07.2012, 10:08 Uhr
