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Musik Napster ist wieder da

08.12.2005 ·  Der Internet-Musikdienst Napster ist zurück in Deutschland. Allerdings nicht als illegale Tauschbörse wie früher, sondern als legaler Musikanbieter. Das Besondere: Eine Flatrate für unbegrenzten Zugriff auf 1,5 Millionen Stücke

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Der Internet-Musikdienst Napster ist zurück in Deutschland. Allerdings nicht als illegale Tauschbörse wie früher, sondern als legaler Musikanbieter. "Gründer Shawn Fanning hatte die Rechte damals nicht. Heute besitzt Napster aber alle Rechte", sagte Napster-President Brad Duea.

Nutzungsrechte statt Eigentum

Von den Büros am Frankfurter Osthafen aus, wo inzwischen wieder einige Internetunternehmen in der zweiten Dot.com-Welle ihr Glück versuchen, versucht Napster den Neustart mit einem Pauschaltarif (Flatrate) für Abonnementen: Musikfreunde können sich für Monatspreise zwischen 10 und 15 Euro aus einer Datenbank mit 1,5 Millionen Stücken ohne Einschränkung bedienen. Der Kunde erwirbt aber nicht das Eigentum an der Musik, sondern nur ein Nutzungsrecht für die Dauer seines Abonnements. Alle Musikstücke werden mit einem Lizenzprogramm gekoppelt. Mindestens einmal je Monat muß der Kunde dann eine Internetverbindung zu Napster aufbauen, um die Lizenz zu aktualisieren. Kündigt der Kunde sein Abo, erlischt die Lizenz. "Der Anteil dieser Abonnementmodelle am gesamten Online-Musikgeschäft wird von heute 0 auf 40 Prozent bis zum Jahr 2009 wachsen", ist Duea überzeugt.

In 12 Monaten die Nummer 2 in Deutschland

Napster biete zwar auch Musikstücke für die branchenüblichen 99 Cent zum Download an, doch "dies ist nicht unser Hauptgeschäft", sagte Thorsten Schliesche, Deutschland-Geschäftsführer. Als Mindestziel peilt Napster an, in den kommenden zwölf Monaten mehr Umsatz als Apple ITunes und AOL zu erzielen und damit die Nummer Zwei im Markt zu werden. Marktführer ist die T-Online-Gesellschaft Musicload.

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Von Holger Steltzner

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