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Musik iPod-Designer Ive zum Ritter geschlagen

02.01.2006 ·  Jonathan Ive, Chefdesigner bei Apple, ist von der britischen Königin zum Ritter geschlagen worden. Er ist der Designer der Computerwelt. Er hat dem iMac-Computer und dem digitalen Musikspieler iPod zu Kultstatus verholfen. Lange produzierte er nur für die Schublade.

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Jonathan Ive, Chefdesigner des amerikanischen Computerkonzerns Apple, ist von der britischen Königin Elizabeth II. zum Ritter geschlagen worden. Ive darf von nun an den Titel "Commander of the Most Excellent Order of the British Empire" (C.B.E.) führen, den dritthöchsten der fünf Rittertitel.

Ive, 38 Jahre, ist nicht irgendein Designer - er ist der Designer der Computerwelt. Der Wiederaufstieg von Apple beruht wesentlich auf seiner Arbeit. Er hat dem iMac-Computer und dem digitalen Musikspieler iPod zu Kultstatus verholfen. Während die Computer und Musikspieler der Konkurrenz meist auswechselbare Massenware sind, gab Ive seinen Geräten ein Gesicht. Durchsichtige oder milchig-weiße Gehäuse sind sein Markenzeichen.

Zuerst für die Schublade designed

Ive stammt aus London, studierte dann Kunst und Design in Newcastle. Er gründete das Designstudio "Tangerine" und gewann Apple als Kunden. Das war das Sprungbrett in die Designabteilung von Apple im Jahr 1992. Dort allerdings verschwanden seine Pläne zunächst einmal in der Schublade, da sie dem damaligen Apple-Management wohl zu revolutionär waren. Erst nach der Rückkehr von Steve Jobs auf den Chefposten von Apple war Extravaganz gefragt - und Ive konnte mit seinen fertigen Entwürfen glänzen.

Dabei ist er versessen auf Details, zum Beispiel die fingerfreundlich angerauhte Oberfläche des iPod-Rades oder das Gehäuse eines Computers, das sich ohne Schraubenzieher öffnen läßt. "Ich weiß, daß keiner bewußt auf solche Details achtet", sagt Ive, "aber daß wir uns überhaupt über solche Sachen den Kopf zerbrechen - ich glaube, das macht unsere Produkte so kostbar", sagte er in einem Zeitungsinterview. Auf das Konto des Teams um Ive gehen der originale, bunte iMac sowie dessen weißer Nachfolger, aber auch die mit Aluminium gestalteten G5-PowerMacs. Auch die Montage des Bildschirms auf einem Schwenkarm ist eine Erfindung von Ive.

Quelle: ht., F.A.Z., 02.01.2006, Nr. 1 / Seite 17
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