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Musik-Downloads Studie: iTunes laufen die Kunden davon

13.12.2006 ·  Eine neue Studie deckt alarmierende Zahlen für die Internet-Musikplattform iTunes von Apple auf. Im ersten Halbjahr 2006 sei die Zahl der monatlichen Verkäufe um 58 Prozent gefallen, heißt es.

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Die Verkäufe der weltweit führenden Internet-Musikplattform iTunes von Apple sind einer Studie zufolge im ersten Halbjahr dramatisch eingebrochen. Von Januar bis Juni sei die Zahl der monatlichen Verkäufe um 58 Prozent gefallen, schloß das angesehene Marktforschungsinstitut Forrester aus einer Befragung nordamerikanischer Verbraucher.

Jeder Kunde habe zudem im Schnitt pro Bestellung 17 Prozent weniger Geld ausgegeben. Deshalb dürften die gesamten monatlichen Einnahmen um 65 Prozent gefallen sein, hieß es in der Studie weiter.

Unklar, ob der Sättigungspunkt erreicht ist

„Noch kann man nicht sagen, ob der Rückgang an der Jahreszeit lag oder ob die Käufer digitaler Musik ihren Sättigungspunkt erreicht haben“, hieß es in der Studie, die Forrester am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters zur Verfügung stellte.

Hierzu analysierten die Forscher knapp 3000 Bestellungen zwischen April 2004 und Juni 2006. Weil die meisten Kunden im Schnitt nur ein paar Songs bestellen, dürfte Apple nicht viel Geld mit iTunes verdienen, erklärte das Institut. „Nur Apple weiß, wie viel Gewinn von einer Kreditkartenbestellung von 1,98 Dollar für zwei Songs übrig bleibt.“ Abzüglich der Gebühren, Kosten für die Plattform und den Großhandelspreis der Songs dürfte es allerdings nicht viel sein.

Rückgang nach dramatischem Wachstum

Der Rückgang käme nach einem dramatischen Wachstum von iTunes. Bis Anfang des Jahres hatte sich die Zahl der Bestellungen bei dem Internet-Geschäft innerhalb von weniger als zwei Jahren versiebenfacht und der Wert jeder Bestellung verdoppelt.

Apple hat auf der Plattform eigenen Angaben zufolge mittlerweile über 1,5 Milliarden Songs und zig Millionen TV-Shows und Filme verkauft.

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Von Holger Steltzner

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