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Mobilfunk Vodafone senkt Preise für Auslandsgespräche

08.05.2006 ·  Erst senkt die Telekom ihre Tarife, jetzt Vodafone: Doch die EU-Kommission will ihre Pläne zur Regulierung der Roaming-Gebühren trotz der Zugeständnisse der Mobilfunkgesellschaften vorantreiben.

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Vodafone hat sich Forderungen der Europäischen Union (EU) nach niedrigeren Auslandstarifen gebeugt. Der britische Mobilfunkkonzern kündigte am Montag an, die Kosten für Handygespräche im Ausland - das so genannte Roaming - um mindestens 40 Prozent senken zu wollen.

In Europa werde der Preis von mehr als 90 Cent auf weniger als 55 Cent je Minute fallen. Ab Oktober sollten Vereinbarungen mit anderen Netzbetreibern geschlossen werden. Nach der Mitteilung gaben Vodafone-Aktien um knapp ein Prozent auf etwa 127 Pence nach.

Die EU-Kommission hatte im März gefordert, Kunden sollten im Ausland zum selben Preis telefonieren können wie in ihrem Heimatland. Mobiltelefon-Gesellschaften haben sich immer wieder gegen eine gesetzliche Regelung ihrer Auslandstarife gestemmt.

EU-Kommission: Wir begrüßen jede Initiative

„Wir begrüßen jede Initiative, die in Richtung Kostenreduzierung der Roaming-Gebühren geht. Dies stellt unsere Pläne jedoch nicht in Frage“, sagte Kommissionssprecher Frederic Vincent am Montag. Noch vor dem Sommer werde die Kommission einen entsprechenden Regulierungsvorschlag vorlegen, der im nächsten Jahr in Kraft treten solle.

Roaming-Aufschläge fallen dann an, wenn jemand mit seinem Handy in einem ausländischen Netz telefoniert. Bereits im Februar hatte die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile eine Preissenkung für das mobile Telefonieren im Ausland angekündigt, um eine Preisregulierung durch die EU abzuwenden.

Nach Angaben der EU-Kommission schwanken die Gebühren für ein vierminütiges Handygespräch im Ausland innerhalb der 25 EU-Mitgliedsstaaten zwischen 20 Cent und 13 Euro, wobei die Konzerne Gewinnmargen zwischen 90 und 100 Prozent einstreichen. Mit einer Regulierung könnten Verbraucher nach Berechnung der Kommission zwischen 40 und 60 Prozent ihrer zu zahlenden Gebühren für Roaming-Gespräche sparen.

Die Deutsche Telekom hatte bereits eine Absenkung der Tarife für Auslandstelefonate angekündigt. Zum Juni sollen die Preise etwa für deutsche Kunden um rund 50 Prozent sinken. Kunden in Großbritannien gewährt T-Mobile einen Nachlaß von 45 bis 54 Prozent.

Quelle: FAZ.NET mit Material von Reuters, dpa, Dow Jones
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