Der Handy-Hersteller Nokia rechnet trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage mit einem Anstieg des Handy-Absatzes in aller Welt um rund 10 Prozent auf 450 Millionen Geräte in diesem Jahr. Der Nokia-Vorstandsvorsitzende Jorma Ollila bestätigte am Mittwoch seine optimistische Marktprognose für das gesamte Jahr 2003, obwohl er erst am Dienstag ein unerwartet schwaches Geschäft im zweiten Quartal eingestehen mußte. Bis Ende 2005 sollen sogar 1,6 Milliarden Menschen einen Mobilfunkvertrag unterzeichnet haben, erwartet Ollila.
Vor allem Fotokameras und Spiele sollen für den Schub sorgen. Um den Marktanteil zu erhöhen, möchte Nokia Kameras künftig auch in Einsteigermodelle einbauen. Als Folge dieser Strategie wird der Anteil der verkauften Handys mit eingebauter Kamera von heute 9 Prozent auf 66 Prozent bis zum Jahr 2006 steigen, schätzen die Marktforscher von Gartner. Noch in diesem Monat plant Nokia die Auslieferung der ersten Handys der dritten Generation (UMTS), die von Herbst an auch in Deutschland zu kaufen sind. Die meisten Handy-Netzbetreiber haben den Start ihrer UMTS-Dienste inzwischen aber auf das kommende Jahr verschoben. (ht.)
