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Mobilfunk Gespräche zum Handy werden billiger

07.11.2006 ·  Telefonate in Mobilfunknetze könnten bald deutlich billiger werden. Die Festnetzanbieter müssen für die Übergabe der Gespräche künftig 20 Prozent weniger an die Handynetzbetreiber zahlen.

Von Johannes Winkelhage
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Telefonate in Mobilfunknetze könnten in den kommenden Monaten deutlich preiswerter werden. Grund hierfür ist die Absenkung der Tarife, die die Festnetzanbieter an die Betreiber der Mobilfunknetze für die Ablieferung der Gespräche zahlen müssen, was auch als mobile Terminierung bezeichnet wird.

Wie aus Branchenkreisen zu hören ist, wird die Bundesnetzagentur an diesem Mittwoch eine Senkung dieser Tarife um mehr als 20 Prozent bekannt geben. So werden die Gespräche in die D-Netze (Vodafone und T-Mobile) künftig mit knapp weniger als 9 Cent je Minute zu Buche schlagen. Bisher wurden hier 11 Cent berechnet. Die E-Netze (O2 und E-Plus) erhalten künftig etwas weniger als 10 Cent je Minute.

Diese Absenkung gibt den Festnetzanbietern die Möglichkeit, ihrerseits die Preise für die Gespräche in die Mobilfunknetze zu senken und den Kostenvorteil an den Kunden weiterzugeben. Die neuen Preise werden noch im November für eine Dauer von 12 Monaten in Kraft gesetzt, gelten aber nicht rückwirkend bis zu den Punkt, an dem das alte Preisregime zwischen den Anbietern ausgelaufen war.

E-Plus hat Branchenkonsens gesprengt

Bisher hatten sich die Festnetzanbieter mit den Betreibern der Mobilfunknetze immer ohne das Eingreifen des Regulierers geeinigt. Schon in den vergangenen Jahren waren die Preise für die mobile Terminierung auf diese Weise um rund 30 Prozent gesunken.

Aus diesem lange gepflegten Branchenkonsens war das Düsseldorfer Unternehmen E-Plus in diesem Jahr ausgestiegen. E-Plus wollte vor allem den Abstand zwischen den Preisen für Gespräch in die D- oder E-Netze vergrößert sehen. Als Grund nannte E-Plus deutlich höhere Kosten beim Netzaufbau. Mit dieser Strategie ist das Unternehmen jetzt allerdings gescheitert. Im Gegenteil: Der Abstand zwischen den Preisen hat sich sogar leicht verringert.

Mobilfunkanbieter wollten mehr

Mit dieser Entscheidung, die von der Regulierungsbehörde auf der Basis einer Vergleichsmarkbetrachtung (Benchmark) getroffen wurde, laufen aber auch die deutlich höheren Forderungen, die von den Mobilfunkanbietern zu Beginn des Verfahrens formuliert wurden, ins Leere. Diese auf der Basis von Kostenberechnungen erstellten Forderungen lagen allesamt über den bisher geltenden Tarifen und deutlich über den jetzt festgesetzten Preisen. Die Netzbetreiber argumentierten unter anderem, daß allein die Einrechnung der Milliarden-Kosten für die UMTS-Lizenzen zu einer Erhöhung der Preise hätte führen müssen.

Unmut rührt sich in der Branche auch darüber, daß in den bilateralen Verhandlungen zwischen den Netzbetreibern am Anfang des Jahres schon ein Konsens gefunden worden war, der ungefähr dem jetzigen Ergebnis entspricht.

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