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Microsoft Vista soll jetzt endlich auch in Unternehmen laufen

03.03.2008 ·  Microsofts neues Betriebssystem Windows Vista verkauft sich bislang recht erfolgreich. Nur Unternehmen scheuen oft noch vor einer Umstellung zurück. Das Software-Aktualisierung Service Pack 1 (SP 1) soll hier jetzt einen Schub bringen, hofft Firmenchef Steve Ballmer.

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Mehr als ein Jahr nach der Einführung von Windows Vista setzt Microsoft große Hoffnungen in die bevorstehende Auffrischung des Betriebssystems in Form eines „Service Packs 1“. „Das ist ein Meilenstein“, sagte Vorstandschef Steve Ballmer am Tag der Cebit-Eröffnung in Hannover.

Ballmer räumte ein, dass die Verbreitung von Windows Vista in Unternehmen langsamer verlaufe als bei Privatanwendern. Vom SP 1, wie die Software-Aktualisierung abgekürzt wird, erhofft sich Microsoft jetzt neue Impulse im Firmengeschäft. „Wir haben Vista sehr erfolgreich verkauft“, sagte Deutschland-Geschäftsführer Achim Berg. Das Umsatzplus im Konzern von 18 Prozent im letzten Quartal 2007 sei zu einem wesentlichen Teil auf Vista und Microsoft Office zurückzuführen.

Große Erwartungen an die Silverlight-Technik

Große Erwartungen verbindet das Unternehmen mit der im vergangenen Jahr eingeführten Technik Silverlight für die Darstellung von Videos auf Webseiten. Es gebe bereits eine ganze Reihe von Unternehmen, die Silverlight für neue Angebote nutzten, sagte Berg und nannte den Bezahlsender Premiere sowie BMW und Vodafone.

Ballmer stellte zur Cebit eine neue Software vor, um Silverlight in Webseiten zu integrieren, die mit Microsoft Share Point entwickelt werden. Ebenfalls neu ist das die Microsoft-Serverlösungen ergänzende Produkt Search Server 2008 Express, das kostenlos im Internet heruntergeladen werden kann.

Interesse an Yahoo-Übernahme ungebrochen

Ballmer bekräftige unterdessen das ungebrochene Interesse an einer Übernahme des Internet-Unternehmens Yahoo. „Der Deal ist sinnvoll, auch der Preis und der Rahmen, wie wir es mitgeteilt haben“, sagte er. „Wir hoffen, dass er Wirklichkeit wird.“ Jetzt liege es aber zunächst an Yahoo und seinen Aktionären, das Angebot zu prüfen, sagte der Microsoft-Chef auf Fragen von Journalisten. „Wir versuchen, auf angemessenen Ebenen zu helfen.“ Auf Details wolle er aber nicht eingehen.

Microsoft hat am 11. Februar 44,6 Milliarden Dollar (30,7 Milliarden Euro) für die Übernahme geboten. Yahoo hat das Angebot in einer ersten Stellungnahme aber als zu niedrig zurückgewiesen. Mit dem Kauf von Yahoo will Microsoft seine Position im Markt der Online-Werbung mit der Internet-Suche und anderen Diensten vor allem gegenüber Google verbessern.

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Von Johannes Ritter

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