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Microsoft Neues Windows 8 verkauft sich 40 Millionen Mal

Windows 8 zeigt nach vier Wochen nach Microsoft-Angaben den dringend erhofften Erfolg. Hersteller von Notebooks sind dagegen von den Verkaufszahlen enttäuscht.

© dapd Microsoft kämpft mit Windows 8 um den Erfolg

Microsofts neues Betriebssystem Windows 8 hat sich im ersten Monat seit dem Marktstart mit rund 40 Millionen verkauften Lizenzen besser geschlagen als der Vorgänger Windows 7. Das sagte die zuständige Microsoft-Managerin Tami Reller am Dienstag auf einer Investorenkonferenz.

Hersteller von Notebooks beklagen indessen einen schleppenden Verkaufsstart ihrer neuen Geräte. „Die Nachfrage nach Windows 8 ist noch nicht besonders gut bis jetzt“, sagte David Chang, Finanz-Chef von Asus, dem „Wall Street Journal“. Konkrete Absatzzahlen wurden nicht genannt.

Stärken nur mit berührungsempfindlichen Bildschirmen

Selbst populäre Notebooks wie das Vivobook von Asus, das über ein Touch-Display verfügt, liefen derzeit nicht gut, sagte Chang. Dabei könnte das Vivobook wegen seines vergleichsweise niedrigen Preises von unter 500 Dollar die neue Touch-Kategorie populär machen. Hierzulande ist das Gerät als Netbook ab 500 Euro im Handel. Windows 8 ist auf die Bedienung über ein Touch-Display optimiert und spielt erst über diese Funktion seine Stärken aus.

Erste Notebooks mit berührungsempfindlichen Bildschirmen sind bereits im Handel, viele Hersteller halten sich allerdings mit einem Marktstart noch zurück. Das dürfte auch Microsoft ein Dorn im Auge sein. Auch in Deutschland waren die Angebote an neuen Notebooks, Tablets und Convertibles mit Windows 8 in den großen Elektronik-Geschäften eher überschaubar.

Günstige Upgrades

Derzeit machten Touchscreen-Laptops wegen ihrer hohen Preise allerdings ohnehin noch weniger als 20 Prozent des Marktes aus, zitiert die Zeitung einen Manager von Acer. Zum weit überwiegenden Teil würden deshalb aktuelle Notebooks mit Windows 8 keinen Touch-Screen haben, schätzen laut „WSJ“ einige Analysten.

In die Zahl von rund 40 Millionen verkauften Lizenzen fließen nach Angaben von Microsoft sowohl Verkäufe neuer Windows-PCs ein als auch Upgrades vorhandener Systeme. Zum Start kurbelt Microsoft das Geschäft mit besonders günstigen Preisen an: Ein Online-Upgrade kostet beispielsweise bis Ende Januar in Deutschland knapp 30 Euro.

40 Millionen klängen wirklich hoch, sagte Bob O’Donell, Analyst bei IDC der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. „Vor allem seit (Microsoft-Chef Steve) Ballmer von 4 Millionen in den ersten Tagen sprach.“ Unterdessen hatte Ballmer allerdings auch von einem „mäßigen Erfolg“ gesprochen.

Reller ist erst seit rund 14 Tagen bei Microsoft für Windows 8 zuständig, sie übernahm einen Teil der Aufgaben des langjährigen Windows-Chefs Steven Sinofsky, der überraschend das Unternehmen verlassen hatte.

Mit Windows 8 will Microsoft seine Vormachtstellung bei den PC-Betriebssystemen in die Ära von Tablet-Computern und Smartphones hinüberretten, wo derzeit Apple und Google mit ihren mobilen Betriebssystemen den Ton angeben. Die Bedienoberfläche ist optimal für die Bedienung mit den Fingern ausgerichtet, die normale Desktop-Darstellung lässt sich optional ansteuern. Windows 7 war nach dem Debakel von Windows Vista vor drei Jahren mit enormem Erfolg gestartet. Wie viele Lizenzen Microsoft damals im ersten Monat loswurde, sagte Reller allerdings nicht.

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Quelle: DPA

 
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