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Medienbericht Zehntausende Telekom-Stellen angeblich bedroht

20.10.2007 ·  Bei der Telekom sind einem Bericht zufolge weitere 35.000 Arbeitsplätze durch anstehende Verkäufe oder Umorganisationen bedroht. Telekom-Chef Obermann hat die Zahl noch nicht bestätigt, sagte aber, es gebe im Konzern weiteren Anpassungs- und Restrukturierungsbedarf.

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Bei der Deutschen Telekom AG sind einem Bericht zufolge weitere 35.000 Arbeitsplätze durch anstehende Verkäufe oder Umorganisationen bedroht.

Das berichtete das Magazin „Der Spiegel“ am Samstag vorab unter Berufung auf interne Berechnungen. Telekom-Chef René Obermann wollte die Zahl dem Magazin zufolge nicht bestätigen, sagte aber, es gebe im Telekom-Konzern weiteren Anpassungs- und Restrukturierungsbedarf.

„Alles andere wäre Augenwischerei“

Dabei werde es Unternehmensbereiche geben, die verkauft oder für die Partner gesucht würden. „Das ist bekannt und alles andere wäre Augenwischerei. Wenn wir das nicht angehen, ist das Unternehmen insgesamt immer weniger wettbewerbsfähig“, wird Obermann zitiert. Erst zum 1. Juli hatte die Telekom 50.000 Jobs im Service und den Callcentern der T-Com in drei eigenständige Service-Gesellschaften ausgelagert, um Kosten zu senken.

Der Telekom-Chef zeigt sich mit der derzeitigen Vermarktung von DSL-Anschlüssen hochzufrieden. Das Jahresziel liege bei 40 bis 45 Prozent Neukunden, was derzeit übertroffen werde. Auch der Start des Internet-Fernsehens (IP-TV) sei sehr ordentlich angelaufen: Seit dem Start vor wenigen Wochen seien bereits rund 50.000 Entertain-Pakete verkauft worden, sagte Obermann.

Arbeitskampf kostete viel Kraft

Im Nachrichtensender n-tv bekannte Obermann derweil, der Arbeitskampf bei der Telekom im Frühjahr habe die Konzernleitung viel Kraft und Nerven gekostet. Die Streikwochen seien „eine schwierige Zeit“ gewesen, sagte Obermann im „n-tv Forum“, wie der Sender vorab mitteilte.

„Wir hatten zum Beispiel wochenlang echte Nöte ausgestanden, was passieren würde, wenn der Sozialpartner es schafft, bestimmte Komponenten im Netz, bestimmte Dienstleistungen lahm zu legen und damit eine wirklich große Welle der Entrüstung auszulösen.“ Obermann betonte: „Ich sage Ihnen, wir haben geschwitzt. Das hat Kraft und Nerven gekostet.“

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Von Holger Steltzner

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29.05.2012 12:22 Uhr
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