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Medien SPD-Holding will „Rundschau“ nächstes Jahr verkaufen

03.11.2005 ·  Die SPD-Medienholding DDVG hat mit Gesprächen über den Verkauf der „Frankfurter Rundschau“ begonnen. Ziel sei es, die Mehrheit an der Zeitung im Laufe des kommenden Jahres zu verkaufen.

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Die SPD-Medienholding DDVG hat mit Gesprächen über den Verkauf der Tageszeitung „Frankfurter Rundschau“ (FR) begonnen. Ziel sei es, die Mehrheit an der „FR“ im Laufe des kommenden Jahres zu verkaufen, sagte SPD-Schatzmeisterin Inge Wettig- Danielmeier am Donnerstag in Hamburg. „Es gibt großes Interesse im Markt aus den Reihen der deutschen Verlagswirtschaft“, erklärte sie. Die DDVG stehe nicht unter Druck und könne mit dem Verkauf im Zweifelsfall noch warten.

Der Verkauf an einen Finanzinvestor, wie er gerade bei der „Berliner Zeitung“ geschehen ist, sei nicht vorgesehen. „Das wäre widersinnig“, sagte Wettig-Danielmeier. Schließlich habe die SPD die „FR“ gerade vor einem solchen Schicksal bewahren wollen. Die Partei-Holding hatte die „FR“ im Frühjahr 2004 für einen Euro samt Schulden übernommen und umgehend ein Sanierungsprogramm für das angeschlagene Blatt gestartet.

Mehr als 300 Stellen abgebaut

Nach dem Abbau von mehr als 300 Stellen und dem Verkauf des Verlagsgebäudes in der Frankfurter Innenstadt stehe die Zeitung nun deutlich besser da, sagte DDVG-Geschäftsführer Jens Berendsen. Ob die „FR“ in diesem Jahr ein ausgeglichenes Ergebnis erreiche, hänge vom Verlauf des letzten Quartals ab. Insgesamt seien die Kostenziele erreicht worden und die Anzeigen- und Vertriebserlöse leicht ansteigend. Die Zeitung mit einer Auflage von 167.000 Exemplaren werde ihre regionalen Märkte besser ausschöpfen und den bundesweiten redaktionellen Anspruch aufrechterhalten.

Neben der „FR“ hält die DDVG weitere Minderheitsbeteiligungen an Verlagen von regionalen Tageszeitungen, zum Beispiel bei der „Westfälschen Rundschau“ in Dortmund, der Verlagsgesellschaft Madsack in Hannover, der „Frankenpost“ in Hof oder den „Cuxhavener Nachrichten“. Die DDVG erreichte im vergangenen Jahr einen Gewinn nach Steuern von 11,5 Millionen Euro nach 12,5 Millionen Euro im Jahr zuvor und schüttete 6,5 Millionen Euro Gewinn an die SPD aus.

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