26.08.2005 · Die vor der Übernahme durch den Verlag Axel Springer stehende Sendergruppe hat Umsatz und Gewinn gesteigert und die Erwartungen übertroffen. Für die Entwicklung des Werbemarktes bleibt ProSieben skeptisch.
Die vor der Übernahme durch den Verlag Axel Springer stehende Sendergruppe ProSiebenSat.1 ist für die Entwicklung des deutschen Fernsehwerbemarktes weiter pessimistisch. Im zweiten Quartal steigerte ProSiebenSat.1 Umsatz und Gewinn und lag damit über den Erwartungen der Analysten.
Die Sendergruppe rechne 2005 weiterhin mit einem um zwei Prozent rückläufigen Netto-TV-Werbemarkt, teilte ProSiebenSat.1 am Freitag mit. „Dieser Einschätzung liegt zugrunde, daß das zweite Halbjahr eine stärkere Dynamik aufweist als das erste“, hieß es.
Optimismus durch Übernahme von Euvia Media
Dennoch hielt ProSiebenSat.1 an seinem Ziel fest, im Gesamtjahr besser abschneiden zu wollen als der Markt. Umsatz und Ergebnis sollten höher ausfallen als im Vorjahr. Dazu soll vor allem die Übernahme des Quiz- und Reise-Senderbetreibers Euvia Media beitragen, der seit dem 1. Juni vollständig konsolidiert wird und die Sendergruppe vom Werbemarkt unabhängiger machen soll.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei von April bis Juni mit 126,6 Millionen Euro um sieben Prozent besser ausgefallen als im Vorjahr. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit 116,3 Millionen Euro gerechnet.
Der Umsatz mit 507,8 (Vorjahr: 496) Millionen Euro sowie der Überschuß mit 71,7 (47,6) Millionen lagen ebenfalls über den Erwartungen der Analysten. Die im MDax gelisteten Aktien legten vorbörslich 1,7 Prozent zu.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.383,92 | +0,52% |
| Dow Jones | 12.454,80 | −0,60% |
| EUR/USD | 1,2534 | −0,06% |
| Rohöl Brent Crude | 106,82 $ | −0,41% |
| Gold | 1.574,60 $ | +0,32% |
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