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Mac Wie die Maus zum Rechner kam

24.10.2007 ·  Revolutionäres aus amerikanischen Garagen: Mitte der Achtziger entwickelte Apple die Maus. Und ersparte dem Nutzer damit kryptische Befehlszeilen oder komplizierte Tastenkombinationen. „Klick“ oder „Doppelklick“ heißt seither das Motto.

Von Johannes Winkelhage
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Amerikanischen Garagen muss etwas Inspirierendes anhaften. Anders ist es nicht zu erklären, das so viele amerikanische Technologie-Unternehmen ihren Anfang in ebensolchen Räumen genommen haben. Allerdings sieht nicht alles, was aus diesen Garagen herauskommt, von Anfang an so aus, als ob es die Welt revolutionieren würde. So verhielt es sich auch mit der Erfindung, die Steve Jobs und sein Partner Steve Wozniak im Juli des Jahres 1976 präsentierten.

Der Apple I war eine Holzkiste mit Tastatur – und doch markiert er den Beginn einer der erfolgreichsten Unternehmensgründungen der Computerindustrie. Der Apple I gehörte zu den ersten Personal Computern und bereitete mit seinem Nachfolger Apple II, der im April 1977 auf den Markt kam und bis 1993 gebaut wurde, den Einzug der Rechner in den Massenmarkt vor. Die eigentliche Revolution aber markierte Apple mit dem im Jahr 1983 erschienen Modell Lisa – und ab 1984 mit dem Macintosh-Computer mit grafischer Benutzeroberfläche. Seitdem ist der „Mac“ in aller Munde. Als erster Anbieter machte sich Apple dabei eine Erfindung des Palo Alto Research Centers von Xerox zunutze: die Maus, mit der ein Zeiger über den Bildschirm bewegt wird.

Apple sticht Microsoft zunächst aus

Im Zusammenspiel mit der grafischen Benutzeroberfläche – die heute auch als Schreibtisch oder Desktop bekannt ist – kam der Nutzer jetzt ohne kryptische Befehlszeilen oder die berühmten Tastenkombinationen aus, mit denen damals noch Microsoft- beziehungsweise IBM-Rechner bedient werden mussten. Klick oder Doppelklick heißt seither das Motto. Die ausklappenden Menüs, der Papierkorb oder das einfache Verschieben von Dateien in Ordner, all dies war im Macintosh zum ersten Mal zu sehen. Die einfache Bedienbarkeit zieht sich durch die gesamte Produktgeschichte des Unternehmens.

In den Anfängen kam hinzu, dass das Apple-Betriebssystem viel stabiler als die ersten Windows-Versionen war, mit denen Microsoft versuchte, den Apple-Desktop nachzubauen. Auch waren die Apple-Rechner in der Lage, Grafiken und Fotos in einfacheren Formaten und vor allem in hoher Auflösung zu bearbeiten. Die Marke erfreute sich daher in Werbeagenturen oder Designbüros großer Beliebtheit. Daran hat sich nichts geändert. Gleiches gilt für Tonstudios: Schon der Apple II konnte digitale Klänge ausgeben – eine Funktion, die Windows erst im Jahr 1991 lernte.

Eine einzige Erfolgsgeschichte

Apple fuhr in dieser Zeit eine klassische Hochpreisstrategie und schottete sich auch durch eigene Dateiformate oder Schnittstellen von der Windows-Konkurrenz ab. Das ging so lange gut, wie der technische Vorsprung dieses Premium rechtfertigte. Spätestens aber seit der Version Windows 95 hatte Microsoft aufgeholt, und Apples Abstieg begann.

Erst nach der Rückkehr von Steve Jobs, dem Apple im Jahr 1985 den Stuhl vor die Tür gesetzt hatte, besserte sich die Situation. Kurz nachdem Jobs 1997 wieder an Bord war, kam 1998 der iMac, der Internet-PC, auf den Markt. Die kleinen, bunten Rechner-Knubbel wurden ein Erfolg und leiteten die Wende ein. Der Rest ist eine einzige Erfolgsgeschichte. iPod und iPhone sind die Renner schlechthin. Jetzt entdecken die Nutzer ein zweites Mal auch den Apple-Computer mit seinem einfachen Betriebssystem. Und: Es scheint ihnen zu gefallen.

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