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Lesegerät von Sony Das E-Buch kommt mit Rabatt

16.10.2008 ·  Sony will im Frühjahr 2009 flächendeckend ein elektronisches Buchlesegerät einführen. Partner sind die Thalia-Buchhandlungen und Libri. Der Nutzer lädt sich dabei die Bücher auf seinen Computer herunter, um sie dann auf das E-Buch zu spielen.

Von Georg Giersberg
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Das japanische Elektronikunternehmen Sony wird im kommenden Jahr in Deutschland ein Lesegerät für elektronische Bücher auf den Markt bringen. Der Kleincomputer namens PRS-505 kann den Text von bis zu 160 Büchern speichern und auf einem 6-Zoll-Bildschirm (umgerechnet 15,2 Zentimeter) sichtbar machen. Einen Preis habe man noch nicht beschlossen, sagte Jeffry van Ede, der Geschäftsführer von Sony Deutschland, auf der Frankfurter Buchmesse. In Frankreich werde das Gerät derzeit für 299 Euro eingeführt. Über die Erfahrungen der bisherigen Markteinführung in Frankreich, England und den Vereinigten Staaten wollte sich van Ede nicht äußern. Ebenso wenig zu konkreten Verkaufszielen in Deutschland.

Das Gerät werde es überall im Buchhandel geben. Bevorzugter Vertriebspartner, mit dem auch gemeinsam geworben werde, ist aber die zur Douglas-Holding gehörende Buchhandelskette Thalia mit ihren 240 Buchhandlungen in Deutschland. Die elektronischen Bücher für das Lesegerät wird das Großhandelsunternehmen Libri in Hamburg bereitstellen. Der Nutzer des elektronischen Buchlesegerätes lädt sich die Bücher von der Libri-Internetseite auf seinen PC oder seinen Laptop herunter.

Von dort aus überträgt er den Buchinhalt auf das Buchlesegerät. Da die Verwaltung der privaten elektronischen Bibliothek über den PC erfolgt, ist die Größe der Büchersammlung nur durch die Speicherkapazität des Computers begrenzt. Damit gehen nach van Edes Angaben die gespeicherten Texte auch nicht verloren, wenn sich der Kunde in ein paar Jahren für ein Nachfolgemodell des Lesegerätes entscheiden sollte. Bezahlt wird das Herunterladen der Bücher mittels Kreditkarte.

Zu Beginn attraktive Bestseller

Libri ist nach den Worten seines Geschäftsführers Pascal Zimmer bemüht, gleich zu Beginn der Produkteinführung attraktive Bestseller elektronisch zur Verfügung zu stellen. Man arbeite bereits mit großen deutschen Verlagen (Siedler, Bertelsmann, Luchterhand, Lübbe, Campus, dtv oder Hanser) zusammen, die sich bereit erklärt haben, ihre Bücher elektronisch zur Verfügung zu stellen. Sie werden je nach Wunsch des Verlages von Libri so verschlüsselt und kodiert, dass sie nicht unerlaubt vervielfältigt werden können. Man kann sie in der ersten Version des Lesegerätes allerdings auch nicht bearbeiten, sondern nur lesen ähnlich einer PDF-Datei. Später sollen Bearbeitungsmöglichkeiten hinzukommen. Bilder werden anfangs nur schwarzweiß sichtbar sein, später auch farbig, versichert Jeffry van Ede.

Damit sich die Investition für den Verbraucher auch lohnt, lockt das Einführungstrio Sony, Thalia und Libri nicht nur mit der Bequemlichkeit, sondern auch damit, dass das Buch in elektronischer Form 20 Prozent billiger sein werde als die Druckausgabe. Dieser Preis sei dann aber nicht verhandelbar, sondern unterliege der Preisbindung für Bücher. Wegen der hohen Kosten wende man sich vor allem an Vielleser, an Pendler und Reisende, sagte van Ede.

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