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Veröffentlicht: 07.07.2017, 11:21 Uhr

Viele Billionen Euro Mehr Wachstum durch künstliche Intelligenz

Große Technologieunternehmen stecken viel Geld in künstliche Intelligenz, und nicht nur sie. Die Chancen scheinen enorm - Fachleute nennen gewaltige Summen, wenn es um die dadurch steigende Wirtschaftsleistung geht.

von
© dpa „Bion“ heißt dieses Kunstwerk des Amerikaners Andrew H. Fagg, das gerade in Sao Paolo ausgestellt wird.

Zwölfeinhalb Billionen Euro – so stark kann die Wirtschaftsleistung zulegen durch den erfolgreichen Einsatz künstlicher Intelligenz. Das sagen die Fachleute der Unternehmensberatung Accenture voraus in einer neuen Hochrechnung, die FAZ.NET vorliegt; die Summe entspricht dem mehr als Dreifachen des deutschen Bruttoinlandsproduktes.

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Sie haben dafür 16 Branchen in zwölf Industrieländern untersucht, darunter Deutschland, die Vereinigten Staaten, Japan, Großbritannien und Frankreich, und beziehen sich in ihrer Vorhersage auf die Zeit bis zum Jahr 2035. „Künstliche Intelligenz wird die Spielregeln des Wettbewerbs neu definieren“, sagte Paul Daugherty, für Technologie zuständiger Manager von Accenture.

China stellt „nationalen KI-Plan“ in Aussicht

Die größten Zuwächse hält er demnach in der IT-Branche, der Telekommunikation, im produzierenden Gewerbe (Stichwort Industrie 4.0) und in der Finanzbranche für möglich. Auf künstlicher Intelligenz basierende Techniken werden dabei sowohl Arbeitsplätze produktiver machen, als auch Stellen komplett ersetzen.

Die Fachleute der Unternehmensberatung PWC halten durch künstliche Intelligenz ebenfalls einen gewaltigen Wachstumsschub für möglich. Sie sagen sogar eine um umgerechnet mehr als 14 Billionen Euro zulegende Wirtschaftsleistung voraus bis zum Jahr 2030.

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Wesentlicher Grund für den Unterschied zur Accenture-Prognose ist, dass sie die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt miteinbeziehen: China. Das Land setzt vielfältig darauf, beispielsweise die drei großen Technologieunternehmen Baidu, Alibaba und Tencent. Mit künstlicher Intelligenz „können wir diese Nation stärker machen“, sagte Qi Lu, von Microsoft unlängst zu Baidu gewechselter Spitzenmanager während der Entwicklerkonferenz seines Unternehmens am Mittwoch.

Die politisch Verantwortlichen der Volksrepublik wiederum haben das Potential der künstlichen Intelligenz längst erkannt. Für Aufsehen sorgte gerade erst der chinesische Technologieminister Wan Gang, als er vor wenigen Tagen einen „nationalen KI-Plan“ in Aussicht stellte.

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