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Veröffentlicht: 05.09.2013, 07:22 Uhr

Kreative Zerstörung Schumpeter und die App-Ökonomie

Apps, die kleinen Programme für Smartphones oder Tablet-Computer, sind ein schönes Beispiel für die Idee der „schöpferischen Zerstörung“, die der Ökonom ersann.

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Im Februar vor 130 Jahren wurde der Ökonom Joseph Schumpeter geboren, der das Bild der „schöpferischen Zerstörung“ ersonnen hat. Nach Schumpeter forcieren Unternehmer Innovationen gegen Widerstände, schüren so den Wettbewerb und treiben den wirtschaftlichen Wandel an. Unternehmen, die sich nicht schnell genug anpassen, bleiben auf der Strecke. Vermutlich hätte Schumpeter seine helle Freude an der „App-Ökonomie“. Die kleinen Programme für internetfähige Mobiltelefone oder Tabletrechner zeigen derzeit deutlich, wie Neues das Althergebrachte ersetzt: die Kartenanwendung den Stadtplan, das kostenfreie Chatprogramm die kostenpflichtige SMS, der Musikstreamingdienst die CD-Sammlung.

Martin Gropp Folgen:

Ein Blick in den App-Markt zeigt, dass aus der Zerstörung Handfestes erwächst. Die App-Ökonomie in Europa beschäftigt inzwischen Hunderttausende Menschen und weist Umsätze auf, die mehr als 10 Milliarden Euro betragen. Doch wird auch das nur ein Zwischenschritt sein, beschleunigt sich der wirtschaftliche Wandel doch gerade dort, wo viel Geld zu holen ist. Die nächste Runde der schöpferischen Zerstörung wird also nicht lange auf sich warten lassen. Auch das hätte Schumpeter gefreut.

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Von Carsten Germis, Hamburg

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