http://www.faz.net/-gqe-77bu5

Kommentar : Monopoly mit Google, Facebook, Amazon

Google ist zu mächtig. Amazon auch. Und Facebook erst recht. Es ist Zeit, über die Monopole im Internet nachzudenken.

          Es ist Zeit, über das Monopol von Google nachzudenken. Und über die von Facebook und Amazon gleich mit.

          Am Freitag hat der Bundestag ein Gesetz beschlossen, das einst die Verlage gegenüber Google stärken sollte, das inhaltlich aber weit ausgehöhlt ist. Google wäre sowieso stark genug, Rechte anderer wegzuverhandeln. Schließlich glauben viele Verlage, sie seien auf Google angewiesen. Denn Google bringt einen Großteil der Leser auf die Internetseiten der Verlage. Es gibt ja keine andere relevante Suchmaschine.

          Das Problem ist Googles Monopol

          Das ist das eigentliche Problem: nicht nur für die Verlage, sondern für alle, die mit Google zu tun haben. Mit einem Marktanteil über 90 Prozent kann sich Google fast alles erlauben, kein Wettbewerber weist den Konzern in die Schranken.

          Dieses Monopol ist zwar in ständiger Gefahr. Doch im Internet haben gerade die Monopolisten viel Geld, um Kunden mit neuen Angeboten und stetigen Verbesserungen an sich zu binden. Wenn die Monopole trotzdem fallen, dann werden sie nicht aufgelöst, sondern abgelöst.

          Wenn Google seine Macht einst verliert, dann wird das nicht an einem Konkurrenten liegen, der echten Wettbewerb zwischen zwei Suchmaschinen bringt. Sondern daran, dass Google aus der Mode kommt und ein neuer Monopolist entsteht. Zum Beispiel Facebook.

          Patrick Bernau

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online.

          Folgen:

          Topmeldungen

          DFB-Pokalfinale : Die Bayern sind gefrustet, traurig und wütend

          Die Bayern enttäuschen sich selbst und verkrümeln sich – ohne Sieger Eintracht Frankfurt die Ehre zu erweisen. Müller ist angesäuert. Trainer Heynckes nimmt die Niederlage zum Abschied wie ein Gentleman.

          Trumps Anwalt : Michael Cohens riskante Geschäfte

          Michael Cohen war jahrelang Trumps Mann fürs Grobe. Seinen Zugang zum Präsidenten versuchte er, zu Geld zu machen. Nicht nur gegenüber privaten Unternehmen.

          Deutsche Bank : Achleitner in Abstiegsangst

          Champions League adé! Die Deutsche Bank wird nach unten durchgereicht. Vor der Hauptversammlung bekommt der Aufsichtsratschef den Gegenwind zu spüren. Spielt die Bank bald in einer Liga mit dem FC Aschheim?

          Streit um Katalonien : Neuer Regierungschef brüskiert Madrid

          Der neue katalanische Regierungschef Quim Torra will in seinem Kabinett auch solche Politiker haben, die noch in Untersuchungshaft sitzen. Die Zentralregierung spricht von einer „Provokation“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.