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Kommentar : Monopoly mit Google, Facebook, Amazon

Google ist zu mächtig. Amazon auch. Und Facebook erst recht. Es ist Zeit, über die Monopole im Internet nachzudenken.

          Es ist Zeit, über das Monopol von Google nachzudenken. Und über die von Facebook und Amazon gleich mit.

          Am Freitag hat der Bundestag ein Gesetz beschlossen, das einst die Verlage gegenüber Google stärken sollte, das inhaltlich aber weit ausgehöhlt ist. Google wäre sowieso stark genug, Rechte anderer wegzuverhandeln. Schließlich glauben viele Verlage, sie seien auf Google angewiesen. Denn Google bringt einen Großteil der Leser auf die Internetseiten der Verlage. Es gibt ja keine andere relevante Suchmaschine.

          Das Problem ist Googles Monopol

          Das ist das eigentliche Problem: nicht nur für die Verlage, sondern für alle, die mit Google zu tun haben. Mit einem Marktanteil über 90 Prozent kann sich Google fast alles erlauben, kein Wettbewerber weist den Konzern in die Schranken.

          Dieses Monopol ist zwar in ständiger Gefahr. Doch im Internet haben gerade die Monopolisten viel Geld, um Kunden mit neuen Angeboten und stetigen Verbesserungen an sich zu binden. Wenn die Monopole trotzdem fallen, dann werden sie nicht aufgelöst, sondern abgelöst.

          Wenn Google seine Macht einst verliert, dann wird das nicht an einem Konkurrenten liegen, der echten Wettbewerb zwischen zwei Suchmaschinen bringt. Sondern daran, dass Google aus der Mode kommt und ein neuer Monopolist entsteht. Zum Beispiel Facebook.

          Patrick Bernau

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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