01.03.2013 · Google ist zu mächtig. Amazon auch. Und Facebook erst recht. Es ist Zeit, über die Monopole im Internet nachzudenken.
Von Patrick BernauRichtlinien für Lesermeinungen
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Sie (Journalisten/Verleger) monieren das Monopol von Google und Facebook
und gleichzeitig prangt oben Links jeweils ein großer Button von
diesen beiden, wodurch sie diese Monopole tatkräftig unterstützen.
Auf der einen Seite nutzen sie also den Komfort (in Form von kostenloser
Werbung via Mundpropaganda) und auf der anderen Seite beschweren Sie
sich, dass sie für deren Dienstleistung nicht auch noch Geld
erhalten?! (siehe LSR)
Wenn Sie ein ernsthaftes Interesse daran hätten, über deren
Monopolstellung nachzudenken bzw. sogar etwas daran zu ändern, dann
sollten Sie die Buttons entfernen!
Für vernünftigen Qualitätsware (hierzu zähle ich
auch journalistische Artikel) wird man bereit sein angemessen zu zahlen.
Leider zählt heutzutage Quantität vor Qualität, weshalb
in Zeiten mangelnder, relevanter Nachrichten die Qualität sinkt.
Wie ansteckend ist eigentlich dieses neue „LSR“.
Es gab Zeiten, da wurden Weltweit die meisten Güter mit dem Schiff
transportiert und allenthalben eröffnete ein neuer Kanal. Dann kam
die Bahn, und nahm sich ihren Anteil am Transportvolumen - sie war
schneller und bootete die Kähne in manchen Bereichen aus –
viele Kanäle waren nun nutzlos. Die großen Autoindustrien
setzten auf den Straßenverkehr und die Bahn musste
Transportkapazitäten „zurückfahren“ und
entsprechend Bahnlinien stilllegen. Die Bahn hatte übrigens eine
typische Monopolstellung.
Bei jeder Veränderung gab es Verlierer. Meist waren es die
Beschäftigten in den jeweiligen Branchen. Opfer der immer
internationaler agierenden Marktwirtschaft.
Aktuell haben wir zunehmende Verschiebungen im Medienbereich. Und da
wird dann von vielen Verlagen alles Mögliche versucht, den Status
als gutverdienende Meinungsmacher beizubehalten. In diesen Kontext
gehört dieses mittlerweile ziemlich hohle und durchschaubare
„Leistungsschutzrecht“. Let's leave it at that.
Google hat seinen Erfolg redlich verdient
Wenn Herr Bernau imaginiert, dass Facebook (= Social-Media-Anbieter)
eines Tages auf wundersame Weise den riesigen Vorsprung von Google (=
Werbevermarkter und Suchmaschinenspezialist) im Bereich Such- und
Indexierungstechnologie dahinschmelzen lässt und Google (wie ein
Stück Stoff) „aus der Mode kommt“, dann beweist er
damit leider, dass er wenig Ahnung vom Thema hat. So funktioniert das
Netz nicht, so funktionieren Lösungsanbieter nicht, so
funktionieren weder neue noch alte Medien.
Und die Chiffre im Teaser, dass man „über Monopole
nachdenken“ müsse - diesen Soundtrack (meist ein Euphemismus
für „per Gesetz den Markt abwürgen, wo einem dessen
Richtung nicht gefällt“) kenne ich auch eher aus der FR oder
ZEIT. Von mir aus kann er da bleiben.
Google hat sich seinen Erfolg - wie Apple, Microsoft, und ja, so
zähneknirschend ich das sagen muss, auch Facebook - redlich verdient.
Das haben schon andere Diktaturen versucht,
sich mit den "Monopolisten" anzulegen. Sind nicht weit damit gekommen!
Ist aber auffällig, daß ausgerechnet Diktaturen sich
bemüßigt fühlten, Google et al. zu kontrollieren, bzw.
zu sieben oder gar ganz abzuschalten.
Die deutschen Volkstreter bilden sich ein, als Mittelpunkt der
Erdscheibe, den Giganten Paroli bieten zu können. Vergesst es! Aber
vermutlich ist ohnehin nur der der innenpolitische Versuch sich mit
Bestrebungen dererlei Art bei einschlägigen Wählerschichten anzubiedern.
Und es zeugt von Dämlichkeit, zu behaupten, Google oder einer von
den anderen Angefeindeten sei alternativlos. Man nehme etwa Yahoo oder
Bing etc. Die sind garnicht schlecht, wenn auch nicht so dominant. Sucht
doch da, wenn ihr um euer Seelenheil besorgt seid.
Google, Facebook* und Amazon nutze ich nicht* oder nicht mehr.
Wenn es ein Monopol wäre ginge das gar nicht.
Ich fände es viel wichtiger das Monopol der Stromnetzbetreiber zu
knacken. Es könnte ein schöner Wettbewerb entstehen wenn PV
und Windmühlenbetreiber ihre eigenen Netze* hätten. Ich
könnte mir dann überlegen welches Netz stabilere ist,welche
Kraftwerksvarianten ich für sicherer halte et Cetera. Ging beim
Telefonnetz auch. Vorher hörte man vom Fernmeldeamt:
Das geht nicht.
*jeder dürfte dann auch, wie bei den Telefonnetzen auch sein
eigenes privat finanzieren.
Bundeskartellamt, übernehmen Sie!
Das Problem besteht weniger für die privaten Endkunden. Die
profitieren von den günstigen/kostenlosen Angeboten und haben
notfalls Alternativen.
Das gilt aber nur sehr begrenzt für Händler. Machen Sie mal
einen Online Shop erfolgreich ohne Ihre Ware auf amazon und ebay zu
verkaufen. Wer dabei die größere Marge - und zwar risikolos -
abgreift, ist klar. Das geht bis zu 15% vom Umsatz, nur für ein
bisschen Speicherplatz. Und dann noch mal bis rd. 3% für PayPal
(gehört ebay).
Wenn das nicht Ausnutzen einer marktbeherrschenden Stellung ist,
weiß ich´s auch nicht.
Was wohl eher ein Problem mangelnden Know-Hows auf Seiten der Shop-Betreiber ist, ...
... denn einfach Amazon und eBay/PayPal anzulasten ist. Das Kartellamt
käme übrigens zu Ihrem Erstaunen wohl zu dem Ergebnis,
daß die Marktmacht der genannten Anbieter selbst in Deutschland
nur marginal ist. Nur ein Beispiel: vergleichen Sie mal den OTTO Konzern
mit den Umsätzen von Amazon. Erstaunlich, oder?
Beruflich mache ich übrigens seit vielen Jahren genau das: Online
Shops erfolgreich, ohne Ihre Ware auf Amazon und eBay zu verkaufen
(unter anderem 3 TOP100 e-Commerce Sites) ...
Beste Grüße
'Freie' Märkte. Noch nie gehört?
Was der Staat machen könnte und sollte...
Da gibt es einiges Sinnvolles, z.B.:
1. Amazon verbieten, Händler zu zwingen, bei Amazons Marktplatz nur
den billigsten Preis zu verlangen (während auf der anderen Seite
gerade die Amazon-Gebühren mit 10% sehr hoch sind!)
2. Google zwingen, kommerzielle Anzeigen unverkennbar abzugrenzen. Der
farbliche Unterschied ist im Augenblick kaum sichtbar.
3. Facebook zwingen, im Umgang mit Europäern europäisches
Recht einzuhalten. (Das wäre dann wahrscheinlich das Ende von
Facebook in Europa, worum es nicht schade wäre.)
Ist es da nicht lustig, ...
... daß in den USA der Facebook-Erfolg gerade - gelinde gesagt - den Scheitel überschritten hat?
"Doch im Internet haben gerade die Monopolisten viel Geld" - na, immerhin hat man im Internet noch Alternativen. Wie man hört, gibt es auf dem Frankfurter Medienmarkt ja nur noch einen Monopolisten mit viel Geld, der künftig drei Tageszeitungen herausgibt. Dieses Monopol finde ich besorgniserregender!
Hierin ist keinerlei Aussage vorhanden.
Was für ein Recht haben die Verlage Geld von Google zu verlangen?
Hierin wird überhaupt nicht auf die Historie von Google eingegangen
und was der Konzern eigentlich bedeutet. Google ist einer der ersten
positiven Global Player in der Weltgeschichte und wir können froh
sein über diesen Konzern, der unser aller Leben deutlich einfacher
gemacht.
Facebook ist eine ganz andere Geschichte und ein Daten-Sammler, der uns
gefährtlich werden kann, da aufgrund der gesamten Datenmenge, die
der Konzern besitzt, die Möglichkeit besteht, alles auszurechnen,
was in den Köpfen der Menschen vorgeht.
Künstliche Intelligenz sollte das eigentliche Thema sein, und wie
wir davon unsern gemeinschaftlichen Nutzen ziehen können. Dies wird
uach die nächste industrielle Revolution sein, die unser Leben
grundlegend verändern wird, Handys Internet und Computer sind erst
der Anfang.
| Name | Wert | Änderung | |
|---|---|---|---|
| Nasdaq 100 | -- | -- | |
| Facebook Inc. | -- | -- | |
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| Apple | -- | -- | |
| Zynga Inc. | -- | -- | |
| Name | Wert | Änderung | |
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| Dax | -- | -- | |
| Dow Jones | -- | -- | |
| Euro in Dollar | -- | -- | |
| F.A.Z.-Anleih… | -- | -- | |
| Gold | -- | -- | |
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| Bund Future | -- | -- | |