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Kommentar Monopoly mit Google, Facebook, Amazon

 ·  Google ist zu mächtig. Amazon auch. Und Facebook erst recht. Es ist Zeit, über die Monopole im Internet nachzudenken.

Artikel Lesermeinungen (12)

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Tobias Opitz
Tobias Opitz (Lord_MD) - 02.03.2013 13:06 Uhr

Finde den Fehler!

Sie (Journalisten/Verleger) monieren das Monopol von Google und Facebook und gleichzeitig prangt oben Links jeweils ein großer Button von diesen beiden, wodurch sie diese Monopole tatkräftig unterstützen.

Auf der einen Seite nutzen sie also den Komfort (in Form von kostenloser Werbung via Mundpropaganda) und auf der anderen Seite beschweren Sie sich, dass sie für deren Dienstleistung nicht auch noch Geld erhalten?! (siehe LSR)

Wenn Sie ein ernsthaftes Interesse daran hätten, über deren Monopolstellung nachzudenken bzw. sogar etwas daran zu ändern, dann sollten Sie die Buttons entfernen!

Für vernünftigen Qualitätsware (hierzu zähle ich auch journalistische Artikel) wird man bereit sein angemessen zu zahlen. Leider zählt heutzutage Quantität vor Qualität, weshalb in Zeiten mangelnder, relevanter Nachrichten die Qualität sinkt.

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Uwe Meyer
Uwe Meyer (Kosyme) - 01.03.2013 22:38 Uhr

Wie ansteckend ist eigentlich dieses neue „LSR“.

Es gab Zeiten, da wurden Weltweit die meisten Güter mit dem Schiff transportiert und allenthalben eröffnete ein neuer Kanal. Dann kam die Bahn, und nahm sich ihren Anteil am Transportvolumen - sie war schneller und bootete die Kähne in manchen Bereichen aus – viele Kanäle waren nun nutzlos. Die großen Autoindustrien setzten auf den Straßenverkehr und die Bahn musste Transportkapazitäten „zurückfahren“ und entsprechend Bahnlinien stilllegen. Die Bahn hatte übrigens eine typische Monopolstellung.

Bei jeder Veränderung gab es Verlierer. Meist waren es die Beschäftigten in den jeweiligen Branchen. Opfer der immer internationaler agierenden Marktwirtschaft.

Aktuell haben wir zunehmende Verschiebungen im Medienbereich. Und da wird dann von vielen Verlagen alles Mögliche versucht, den Status als gutverdienende Meinungsmacher beizubehalten. In diesen Kontext gehört dieses mittlerweile ziemlich hohle und durchschaubare „Leistungsschutzrecht“. Let's leave it at that.

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David Winter

Google hat seinen Erfolg redlich verdient

Wenn Herr Bernau imaginiert, dass Facebook (= Social-Media-Anbieter) eines Tages auf wundersame Weise den riesigen Vorsprung von Google (= Werbevermarkter und Suchmaschinenspezialist) im Bereich Such- und Indexierungstechnologie dahinschmelzen lässt und Google (wie ein Stück Stoff) „aus der Mode kommt“, dann beweist er damit leider, dass er wenig Ahnung vom Thema hat. So funktioniert das Netz nicht, so funktionieren Lösungsanbieter nicht, so funktionieren weder neue noch alte Medien.

Und die Chiffre im Teaser, dass man „über Monopole nachdenken“ müsse - diesen Soundtrack (meist ein Euphemismus für „per Gesetz den Markt abwürgen, wo einem dessen Richtung nicht gefällt“) kenne ich auch eher aus der FR oder ZEIT. Von mir aus kann er da bleiben.

Google hat sich seinen Erfolg - wie Apple, Microsoft, und ja, so zähneknirschend ich das sagen muss, auch Facebook - redlich verdient.

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Dr. Michael Menzel

Das haben schon andere Diktaturen versucht,

sich mit den "Monopolisten" anzulegen. Sind nicht weit damit gekommen!
Ist aber auffällig, daß ausgerechnet Diktaturen sich bemüßigt fühlten, Google et al. zu kontrollieren, bzw. zu sieben oder gar ganz abzuschalten.

Die deutschen Volkstreter bilden sich ein, als Mittelpunkt der Erdscheibe, den Giganten Paroli bieten zu können. Vergesst es! Aber vermutlich ist ohnehin nur der der innenpolitische Versuch sich mit Bestrebungen dererlei Art bei einschlägigen Wählerschichten anzubiedern.

Und es zeugt von Dämlichkeit, zu behaupten, Google oder einer von den anderen Angefeindeten sei alternativlos. Man nehme etwa Yahoo oder Bing etc. Die sind garnicht schlecht, wenn auch nicht so dominant. Sucht doch da, wenn ihr um euer Seelenheil besorgt seid.

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klaus keller
klaus keller (klkeller) - 01.03.2013 20:28 Uhr

Google, Facebook* und Amazon nutze ich nicht* oder nicht mehr.

Wenn es ein Monopol wäre ginge das gar nicht.
Ich fände es viel wichtiger das Monopol der Stromnetzbetreiber zu knacken. Es könnte ein schöner Wettbewerb entstehen wenn PV und Windmühlenbetreiber ihre eigenen Netze* hätten. Ich könnte mir dann überlegen welches Netz stabilere ist,welche Kraftwerksvarianten ich für sicherer halte et Cetera. Ging beim Telefonnetz auch. Vorher hörte man vom Fernmeldeamt:
Das geht nicht.
*jeder dürfte dann auch, wie bei den Telefonnetzen auch sein eigenes privat finanzieren.

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Heinrich Kanther

Bundeskartellamt, übernehmen Sie!

Das Problem besteht weniger für die privaten Endkunden. Die profitieren von den günstigen/kostenlosen Angeboten und haben notfalls Alternativen.

Das gilt aber nur sehr begrenzt für Händler. Machen Sie mal einen Online Shop erfolgreich ohne Ihre Ware auf amazon und ebay zu verkaufen. Wer dabei die größere Marge - und zwar risikolos - abgreift, ist klar. Das geht bis zu 15% vom Umsatz, nur für ein bisschen Speicherplatz. Und dann noch mal bis rd. 3% für PayPal (gehört ebay).

Wenn das nicht Ausnutzen einer marktbeherrschenden Stellung ist, weiß ich´s auch nicht.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.03.2013 22:07 Uhr
A. Michel
A. Michel (suirrel) - 01.03.2013 22:07 Uhr

Was wohl eher ein Problem mangelnden Know-Hows auf Seiten der Shop-Betreiber ist, ...

... denn einfach Amazon und eBay/PayPal anzulasten ist. Das Kartellamt käme übrigens zu Ihrem Erstaunen wohl zu dem Ergebnis, daß die Marktmacht der genannten Anbieter selbst in Deutschland nur marginal ist. Nur ein Beispiel: vergleichen Sie mal den OTTO Konzern mit den Umsätzen von Amazon. Erstaunlich, oder?

Beruflich mache ich übrigens seit vielen Jahren genau das: Online Shops erfolgreich, ohne Ihre Ware auf Amazon und eBay zu verkaufen (unter anderem 3 TOP100 e-Commerce Sites) ...

Beste Grüße

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gisbert heimes

Ooch Herr Bernau

'Freie' Märkte. Noch nie gehört?

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Nicolas Neuß
Nicolas Neuß (nneuss) - 01.03.2013 18:49 Uhr

Was der Staat machen könnte und sollte...

Da gibt es einiges Sinnvolles, z.B.:
1. Amazon verbieten, Händler zu zwingen, bei Amazons Marktplatz nur den billigsten Preis zu verlangen (während auf der anderen Seite gerade die Amazon-Gebühren mit 10% sehr hoch sind!)
2. Google zwingen, kommerzielle Anzeigen unverkennbar abzugrenzen. Der farbliche Unterschied ist im Augenblick kaum sichtbar.
3. Facebook zwingen, im Umgang mit Europäern europäisches Recht einzuhalten. (Das wäre dann wahrscheinlich das Ende von Facebook in Europa, worum es nicht schade wäre.)

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 01.03.2013 22:10 Uhr
A. Michel
A. Michel (suirrel) - 01.03.2013 22:10 Uhr

Ist es da nicht lustig, ...

... daß in den USA der Facebook-Erfolg gerade - gelinde gesagt - den Scheitel überschritten hat?

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Mark Scherer
Mark Scherer (MarkSch) - 01.03.2013 18:47 Uhr

Unter Monopolisten

"Doch im Internet haben gerade die Monopolisten viel Geld" - na, immerhin hat man im Internet noch Alternativen. Wie man hört, gibt es auf dem Frankfurter Medienmarkt ja nur noch einen Monopolisten mit viel Geld, der künftig drei Tageszeitungen herausgibt. Dieses Monopol finde ich besorgniserregender!

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Stefan Dyck

Polemik mein Lieber

Hierin ist keinerlei Aussage vorhanden.
Was für ein Recht haben die Verlage Geld von Google zu verlangen?

Hierin wird überhaupt nicht auf die Historie von Google eingegangen und was der Konzern eigentlich bedeutet. Google ist einer der ersten positiven Global Player in der Weltgeschichte und wir können froh sein über diesen Konzern, der unser aller Leben deutlich einfacher gemacht.

Facebook ist eine ganz andere Geschichte und ein Daten-Sammler, der uns gefährtlich werden kann, da aufgrund der gesamten Datenmenge, die der Konzern besitzt, die Möglichkeit besteht, alles auszurechnen, was in den Köpfen der Menschen vorgeht.

Künstliche Intelligenz sollte das eigentliche Thema sein, und wie wir davon unsern gemeinschaftlichen Nutzen ziehen können. Dies wird uach die nächste industrielle Revolution sein, die unser Leben grundlegend verändern wird, Handys Internet und Computer sind erst der Anfang.

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Jahrgang 1981, verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft Online.

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